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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Sixes & Sevens

Adam Green

Wo führt das hin? 20 Songs in 48 Minuten - angerissenes Zeug, vorzeitige Fade-outs, auf dass es klinge wie ein Gezappe durch 40 Jahre
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Wo führt das hin? 20 Songs in 48 Minuten - angerissenes Zeug, vorzeitige Fade-outs, auf dass es klinge wie ein Gezappe durch 40 Jahre "Erkennen Sie die [Pop-] Melodie". Manches hat durchaus Charme, zeigt, dass Adam Green ein guter Songwriter ist - aber auch ein ziemlicher Hördieb.

Sein Ohr hängt meist an den Sixties und Seventies (steckt das hinter dem Albumtitel?), an Dylan, Stones, Doors, Bolan, Bowie. Und so unverfroren, dass die Vorbilder kaum kaschiert sind: Nach "Drowning Head First" bitte Lou Reeds "Goodnight Ladies" und nach "Rich Kids" mal "Daydream" von Lovin' Spoonful hören. Okay, andere klauen auch. Originäres in der Postmoderne zu fordern ist hohl. Ein Songwriter ist heute ein Verfasser von Abschriften. Retro: okay; auf dieser Scheibe aber ist Green ein Klon, eine lebende Jukebox, ein Abziehbild. Der VW Käfer ist ein viel besseres Auto als der New Beetle.