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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»AZD«

Actress

Actress’ Ninja-Tune-Debüt »AZD« überzeugt mit einem Dutzend Tracks voll sprudelndem Ideenreichtum und grenzenloser Experimentierfreude. 
Geschrieben am
Darren Jordan Cunningham lässt auf dem mittlerweile fünften Actress-Album viel von seiner Liebe zu Detroit-Techno durchscheinen. Die Tracks sind oft Loop-basiert und stark repetitiv und arbeiten mit blubbernden Arpeggien, kühl zitternden Synthesizer-Flächen und feucht schmatzenden Beats. Er kann aber auch anders. Da morpht ein HipHop-Beat samt Rammelzee-Zitat zu einem funky House-Track voll schwebend psychedelischer Klangfetzen. Grime-Flöten liegen über raschelnden Percussions mit dünnen Peitschen-Beats, oder ambient verträumte basslastige Momente wechseln mit schneidend scharfen Synthie-Tönen in einem völlig aufgelösten rhythmischen Zusammenhang. Dazu kombiniert Actress angsteinflößende Vocals, breite atonale Orgeln, heulenden Wind und streicherlastige Traumsequenzen. Zwischendurch produziert Cunningham noch schnell einen kurzen »Blade Runner«-Soundtrack und remixt Faurés »Requiem« zu vereister Bewegungslosigkeit. »AZD« bordet also schier über vor Ideenreichtum und digitaler Spielfreude. Dass seine Musik dabei nie eklektizistisch oder überladen wirkt, macht die besondere Qualität des Albums aus.

Actress

AZD

Release: 14.04.2017

℗ 2017 Ninja Tune