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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Elektronische Musik im Mittelpunkt

Acht Brücken

Als die Acht Brücken vor zwei Jahren die MusikTriennale Köln ablösten, öffnete sich das ehemals vornehmlich für Klassik, Jazz und Weltmusik bekannte Festival immer mehr auch modernen, freien und poppigen Stilen.
Geschrieben am

Dieses Jahr stellt es elektronische Musik in den Mittelpunkt und damit zu einem nicht geringen Teil auch Künstler, die zumindest phasenweise ihre Heimat in Orten und Szenen des Pop hatten oder haben. Mit Iannis Xenakis ist ein arrivierter Komponist der Neuen Musik Herzstück der diesjährigen Acht Brücken, dessen Schaffen eher im Spannungsfeld von freier und experimenteller Elektronik einzuordnen ist.

Popgewöhntere Ohren kommen aber auch nicht zu kurz, dafür sorgen bekanntere Namen wie DJ Spooky, Matthew Herbert, DAF oder Nicolas Jaar. Und mit Damiano von Erckert, Camp Inc., Christian S und der großen Party zum 20-jährigen Jubiläum des Kompakt-Labels wird auch die jüngere House- und Techno-Szene der Stadt angemessen abgebildet. Ein weiteres hervorstechendes Merkmal der Acht Brücken sind die vielen über die ganze Stadt verteilten außerordentlichen Spielstätten: Neben Philharmonie und WDR Funkhaus finden Konzerte auch an Orten entlang des Rheins statt, die solche Veranstaltungen sonst nicht erblicken. Es gibt also auch und gerade für diejenigen, die sich sonst an vermeintlich hochkulturelle Zusammenhänge selten herantrauen, viel zu entdecken. Ausprobieren schadet allein schon deshalb nicht, weil bei diversen Veranstaltungen der Eintritt kostenlos ist.

30.04.-12.05. Köln § Nicolas Jaar, DAF, Burnt Friedman & Jaki Liebezeit, Matthew Herbert, Moritz von Oswald, Hufschlag&Braun, Schlammpeitziger, Jan Schulte, Matthias Schwengler, Adrian Sherwood, Fuad Ibrahimov u. v. a.