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Pop & Gossip: Die Woche aus Sicht des Boulevards

Ablage P

Neu und auch noch wöchentlich: Die Retrospektive über die Woche in Pop, Gossip, Popgossip von und mit Boris Fust. Und Britney Spears.
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Neu und auch noch wöchentlich: Die Retrospektive über die Woche in Pop, Gossip und Popgossip mit Boris Fust.


Bedeutsame Neuigkeiten ereilten die Weltöffentlichkeit angelegentlich der Vagina von Britney Spears. Zunächst jedoch haben wir uns mit der Weltwirtschaftskrise zu beschäftigen, die ihr erstes freiwilliges Todesopfer forderte:

Adolf Merckle, der Pate aus Blaubeuren, ist tot. Dabei hätte es trotz der VW-Verzocke einen einfachen Ausweg für den Milliardär gegeben. Denn die isländische Finanzexpertin Björk hat ein Rettungspaket geschnürt: Investoren sollen Gelder in ein Finanzprodukt mit der Bezeichnung "BJORK-Fonds" stecken. Damit will die singende Weltwirtschaftsweise nichts weniger als "Innovationen" fördern und Firmen aus der Kreditklemme befreien, die "umweltfreundliche Technologien" entwickeln. Merckle hätte lediglich das Unternehmen Ratiopharm nach Reykjavik verlagern und auf Sojagenerika umstellen müssen – und schon hätte die Bahn eine Verspätung weniger zu vermelden gehabt.

50 Cent könnte der nächste Bahntote sein. Der mit Gedichten für Jugendliche zu weltweiter Berühmtheit gekommene Immobilienhai bekommt die Auswirkungen der Finanzkrise wie kein anderer zu spüren. Erst stellte General Motors die Produktion des Signature-Modells Pontiac G8 "50 Cent" aufgrund von Umstrukturierungen des Unternehmens ein. Dann musste Fifty auch noch den Kaufpreis für ein entmietetes Haus (Mike Tyson wohnte dort, ehe er unverschuldet in Not geriet) von 18,5 Millionen Dollar auf 14,5 Million reduzieren: "So ist der Markt. Mit dieser Maßnahme will ich Anreize setzen." Sollte dieses Mittel nicht greifen, könnte es sein, dass der leidenschaftliche Unternehmer mit "Get Rich Or Die Trying" sein eigenes Epitaph geschrieben hat.
Licht am Ende des Tunnels lässt in diesen düsteren Tagen einzig die Religion scheinen. Der Islam, der vernünftigste Glaube der Welt, unternimmt jede Anstrengung, das Übel in der Welt zu bekämpfen. Die Islamische Partei Malaysias erklärte im Zusammenhang mit einem drohenden Rihanna-Konzert in Kuala Lumpur, die sogenannte Sängerin sei "sexuell attraktiver und daher gefährlicher als Avril Lavigne". So wie die sich kleide, wolle sie nichts Anderes als die Pussycat Dolls – nämlich zu einer Geldstrafe wegen unsittlichen Benehmens verurteilt zu werden. Die Musikformation Monrose tourt daher aus Respekt vor Andersgläubigen sowie Sparsamkeit ausschließlich in Deutschland, weiß aber noch nicht genau wann.

Einen deutlichen Schritt nach vorn tat dieser Tage unterdessen die zweitvernünftigste Religion der Welt, der Feminismus. Glaubenssprecherin Kim Gordon, Bassbenutzerin bei Sonic Youth, hat der Sharia eine neue, verbesserte Sure hinzugefügt: "Madonna hat den Feminismus um 20 Jahre zurückgeworfen", schrieb sie den Glaubensschwestern ins Gebetsbuch. Der landläufige Irrglaube, Madonna sei eine Feministin wie du und ich, sei ein Frevel: "Madonna eine FeministIn zu heißen – das ist, als würde frau sagen, Sarah Palin ist eine Feministin, nur weil alle durchknallten Rechtsaußen-Frauen sie toll finden."

Auf der nächsten Seite: Der gehackte Twitter-Account von Britney.



Durchgeknallte Frauenschützer haben unterdessen den Twitter-Account von Britney Spears geknackt und unter Bezugnahme auf einen uralten Mythos eine Botschaft von enormer genderpolitischer Tragweite getwittert: "Hallo ihr alle! Hier ist Brit Brit. Ich wollte euch nur schnell die Maße meiner Vagina durchgeben. Sie ist ein Meter 20 breit und hat rasiermesserscharfe Zähne."

Lesen Sie nächste Woche: Warum Anastacia Musik verständlicherweise nicht ausstehen kann, Courtney Love sich von einer Tamponfirma sponsern lässt und wie die israelische Regierung auf den feigen Wortraketenangriff von Brian Eno reagieren wird.