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»Plastik«

AB Syndrom

AB Syndrom unternehmen den nächsten Versuch, die große Bühne zu erklimmen. Selbst wenn ihnen das nicht gelingen sollte, können sie mit dem verlockenden Electro-R’n’B ihres dritten Albums hochzufrieden sein.

Geschrieben am

Erstaunlich, dass es für AB Syndrom bei ihrem letzten Album »Hey Herz« doch nicht zum großen Durchbruch gereicht hat. Schließlich hatte dieses Album alles, was bei anderen im Rahmen von Dubstep und elektrifiziertem R’n’B zum Charts-Einstieg reicht. Lag es am verschleppten Veröffentlichungs-Timing oder der doch nicht ausreichenden Label-Power? Gab sich das Duo zu smart, zu sehr als Berlin-Hipster, oder lag es schlicht an den deutschen Texten? Für den Nachfolger »Plastik« haben AB Syndrom ihre Formel nun jedenfalls noch einmal verfeinert.

Ihre enorm akzentuierten, perkussiven und fast jazzigen Arrangements sind erlesen, wurden für »Plastik« aber öfter als zuvor in eingängigere Songstrukturen gepresst und manchmal sogar mit zarten Hooklines versehen. Das Bemühen um Allgemeinverständlichkeit ist offenbar, gleichzeitig können AB Syndrom aber auch nicht aus ihrer kunstbeflissenen Berliner Haut, die auf bodenständigere Gemüter sicher nicht sehr anschlussfähig wirkt. Das sollte sie aber nicht groß kümmern, denn musikalisch sind ihre dahingehauchten Electro-R’n’B-Miniaturen von so großer Klasse, dass man sich Songs wie »FFM« lebendig in den cooleren Szene-Clubs des Landes vorstellen kann. Und auch für den Ohrensessel bieten sie so viel Substanz, dass der große Zeh dauerhaft wackelt.

AB Syndrom

Plastik

Release: 30.03.2018

℗ 2018 Herr Direktor

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