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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»A Wrenched Virile Lore«

Mogwai

1998 ließen Mogwai mit dem Album »Kicking A Dead Pig« befreundete Künstler als Remixer etwas zum Frühwerk sagen, unter anderem Alec Empire, Hood und Kevin Shields.
Geschrieben am

Das war ganz aufschlussreich, womöglich auch, weil die Idee Postrock damals noch nicht so durch war. Die 2012er-Ausführung hat da freilich andere Voraussetzungen: »A Wrenched Virile Lore« nimmt die Songs des 2011er-Albums »Hardcore Will Never Die But You Will« und fügt ihnen im Zuge der Aneignung so viele Facetten hinzu wie weggenommen werden: RM Hubberts Akustikfolk-Version von »Mexican Grand Prix« etwa ist in Kenntnis des Originals eine charmante Fußnote, als Song aber unzulänglich.

Tim Heckers Aufarbeitung von »Rano Pano«, dem vielleicht besten Stück auf »Hardcore«, funktioniert besser: Die fulminante Gitarrenlinie bleibt im Zentrum, während sich der Rest des Songs in rauschendem Ambient dekonstruiert. Es hat sich nichts daran geändert, dass der modular gebaute Gitarrenrock von Mogwai ein geeignetes Subjekt für Umarbeitungen ist und sein sollte – aber auch nicht daran, dass die Schotten selbst schon am besten wissen, wie ihre Songs funktionieren.

In drei Worten: Fußnote / Dekonstruktion / Schotten