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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

A Tribute To Japanische Kampfhörspiele

Diverse

Nach dem Ableben von Deutschlands beliebtester Grindcore-Band dürfen noch mal alle kondolieren. Wer die 75 Tracks am Stück aushält, kann auch Astronaut werden.
Geschrieben am

Dreizehn Jahre deutschsprachiger Deathgrind sind genug. Mit ihren Texten zwischen Deutschpunk und Tocotronic und einem Schlachtfest von Musik, die sie später verniedlichend »Popgrind« nannten, haben die Krefelder Japanische Kampfhörspiele den Underground verzaubert, aber auch alles gesagt, was wichtig war. Zeit, »danke« zu sagen. 75 Bands und Künstler tun das auf diesem Album.

Viele sind aus Deutschland, ein paar aber auch aus Brasilien oder sonst woher. Die meisten prügeln, viele röcheln, einer spielt auf einer Kirchenorgel. Es gibt fiese Versionen, es gibt rumpelnde, es gibt aberwitzige Versionen. Hintereinanderweg gehört, ist diese Platte ein einziger antikommerzieller Trip, der streckenweise starker Nerven bedarf. Kunden, die dies aushalten, sind auch mit dem nackten Arsch und einem Lächeln im Gesicht einen Berg Altglas runtergerodelt. Natürlich hat die Doppel-CD mit ihren über 200 Minuten Spielzeit auch Glanznummern zu bieten: Mit Verursachern wie Kannibal Krach, Rummelsnuff, Anything But Yours erlebt man wirklich allerhand. Nur besinnlich wäre anders.

In drei Worten: Viel / Underground / Stresstest