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A Joyful Noise

Gossip

Selbst wenn allerorts argumentiert wird, wie sehr sich Gossip von ihren musikalischen Wurzeln weg entwickelt haben, macht diese Disco-Pop-Platte mit kaum noch Garagen-Einfluss einfach zu viel Spaß, um sie zu kritisieren.
Geschrieben am

Nach 10-jähriger Bandgeschichte schafften Gossip mit ihrem 2009 erschienenen vierten Studioalbum »Music For Men« endlich den wohlverdienten internationalen Durchbruch. Dieser war sicherlich unter anderem der Tendenz ihres Sounds zu mehr Pappigkeit (nicht zu verwechseln mit Poppigkeit) zu verdanken. Mit ihrem neuen Album treibt die Band aus Portland diese Entwicklung des mutwilligen Hängen-Bleibens nochmals ein gutes Stück weiter weg von den bluesy Garage-Ursprüngen.

Und landet bei einem stark Disco-beeinflussten Hybriden aus Pop und Subpop. Nicht unschuldig daran ist die Wahl des Produzenten, Brian Higgins, der in den letzten Jahren vor allem durch seine Arbeiten mit Popsternchen wie Kylie und den Sugababes in Erscheinung getreten ist. Die Ausrichtung zu mehr Tanzbarkeit steht der Band natürlich nach wie vor sehr gut, und auch wenn Beth Dittos Gesang polierter und weicher klingt, ist es immer noch unverwechselbar ihre Stimme voller Soul und Gefühl. Nun, selbst wenn allerorts argumentiert wird, wie sehr sich Gossip von ihren musikalischen Wurzeln weg entwickelt haben, macht diese Platte einfach zu viel Spaß, um sie zu kritisieren.

In drei Worten: Disco / Dance / Ditto