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So war's in Osnabrück: Kraftklub und Die Sterne

20 Jahre Intro live

Kein Konzert wie jedes andere! Der Intro-Jubiläums-Sause machte Halt in der einstigen Heimatstadt des Magazins. Kraftklub und Die Sterne drehten mit auf und durch.
Geschrieben am
04.02.2012, Osnabrück, Kleine Freiheit

»Na, also den Laden hätten wir Euch auch alleine vollgemacht - ohne, dass ihr uns da so einen Chartstürmer hättet dazu buchen müssen!« Mit diesen Worten begrüßt uns Frank Spilker, der Sänger der Hamburger Intro-Allstar-Darling Band Die Sterne. Er lacht. Denn er meint es nicht so. Also okay, dass seine Band die überschaubare Raumgröße der hübschen Kleinen Freiheit auch ohne Kraftklub ausverkauft hätten, ist natürlich wahr. Aber Frank hat sichtlich Bock auf diese »Chartstürmer« aus Chemnitz (»Karl-Marx-Stadt« nach bandeigener Diktion) mit denen La Boum bei gefühlten paar Dutzend Grad unter Null beginnt. Außentemperatur, versteht sich. Innen wird’s schnell hotter than hell, Frank Spilker sieht sich das Konzert der boys an und duckt sich immer wieder vor von der Decke tropfendem Kondenswasser weg. Kraftklub haben ihm und den circa 300 bis 400 Gästen - das Ordnungsamt liest hoffentlich nicht mit - aber auch einiges zu geben. Einiges in diesem Sinn von: Alles. Sogar eine »Wall Of Death« (in Deutschland von den Beatsteaks populär gemachte Mosh-Choreographie für die aufgekratzte Publikumsmenge). Bei Songs wie »Randale«, »Songs für Liam« oder natürlich dem Anti-Berlin-Manifest brandet teilweise Crowdsurfing auf. Die über das Zuschauermeer Getragenen stoßen dabei an die zahlreichen Diskokugel des smarten Clubs. Der Weg, den Kraftklub das letzte Jahr gegangen ist, ist einfach nur beeindruckend. Man poge und staune.

Wer bei diesem Generationentreffen nun aber dachte, die Platzhirsche der Sterne (oder »die alten Irren«, wie Frank im gemeinsamen Interview mit Felix von Kraftklub seine Band nannte) müssten sich in puncto Party und Gunst hinten einreihen, sieht sich schwer getäuscht. Passend zum eigenen 20jährigen Jubiläum gibt es ein Best-Of-Set (angelehnt an die Mini-LP »Die Sterne für Anfänger«) sowie viel von der letzten, ihrer großen Tanzbar-Platte »24/7«. Das Publikum inklusive Kraftklub feuert den exaltiert performenden Frank Spilker zu immer verboteneren Moves an. Zugabe, Zugabe, Schluss.

Aber Moment, da war ja noch was... Genau, Disco bis Ultimo beziehungsweise bis der Kältebus kommt.Was bleibt, ist eine große Feier mit aktuellen, ehemaligen Intros, mit Freunden und Wegbegleitern, zwei tollen Auftritten und überhaupt. Toll, dass ihr alle mitgemacht habt und immer für uns da seid, Danke, 20 Jahre, Kopfschmerzen, Hoch die Tassen, Umarmung!