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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Jan Werner über Mouse On Mars und wie alles begann

20 Jahre Intro

Mouse On Mars sind eine Legende, und das ist keine Übertreibung. Wie das alles anfing, erzählte uns Jan Werner persönlich.
Geschrieben am
»Wir hatten unsere erste Titelstory im Intro, zumindest die erste deutsche. Das war im September 1997, Intro #47. Wir standen auf dem Cover ja bis zum Hals im Wasser, ein Synonym für unsere ganze Karriere bis heute. Wobei ich anmerken will, dass das eine Fotomontage war. Das Shooting hat übrigens Oliver Schwabe gemacht, der heute tolle Filme dreht.

Unser Verhältnis zu Intro ist extrem entspannt, man hat sich gut begleitet: wohlwollende Artikel, gut, die Kritiken waren nicht immer ganz so gut, aber bei Platten vor Gericht haben wir immer sehr gut abgeschnitten; wir sind ja eine Musikerband. Aber vielleicht rede ich mir das auch alles nur schön. An Intro mochte ich schon immer, dass es nicht nur so eine Gonzojournalistengazette ist, sondern eben auch andere Meinungen zugelassen werden, im Magazin von uns Musikern, aber vor allem im Netz auch von den Lesern, gerade im Forum.

Gut finde ich auch, dass es umsonst ist, das kriegen so viel mehr Leute mit. Da haut ein Artikel viel mehr rein als in anderen Heften. Die machen oft einen auf Autorität, Intro hingegen hat kritische Distanz und holt trotzdem ab. Ich habe ja schon immer mein Problem mit Autoritäten gehabt, deswegen gefällt mir das besonders. Wenn ich zum Beispiel den britischen Wire lese, dann kriege ich oft Bauchweh, das Gefühl kenne ich bei Intro nicht.

Bei den 20 Jahre Intro-Abschlussevents in Berlin und Köln wird alles neu, und wir spielen wieder mit unserem alten Schlagzeuger Dodo Nkishi zusammen. Diesmal bauen wir allerdings ein neues Drumset zusammen, eines, das Analog und Interfaces verbindet, viel mehr Software in sich trägt. Unser Prinzip ist: Archaisch, aber das Hightech. Aber das Geile bei uns ist ja, dass wir das nicht präsentieren müssen: Wir sind nach wie vor keine Technoband, die mit Neonröhren und Laserschwertern agiert.«