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Null Punkte? EU-Austritt jetzt!

19 Dinge, die wir lieber nicht vom ESC2015 gelernt hätten

»Die Lebenden beneiden die Toten«. Beziehungsweise: Man selbst beneidet während der Übertragung Andreas Kümmert darum, dass er sich dieses Gulasch des Grauens geschenkt hat. #ESC2015 – nur ein Grund mehr, warum die Grenzen Europas geöffnet werden müssen. Wir brauchen dringend Hilfe! Hier 19 Dinge, die wir beim Eurovision Songcontest 2015 in Wien gelernt haben.
Geschrieben am
01 Die Zeiten, in denen man sich freute, wenn man Barbara Schöneberger im Fernsehen sah, sind definitiv lange vorbei.
02 Benutzt beim öffentlich-rechtlichen TV jemand Worte wie »hashtag«, »Twitter« oder »#escselfie«, fühlt man sich in folgendes Szenario zurückversetzt: Man liegt knutschend im Jugendzimmer, fingert mit seinem Banknachbarn aus der Schule - und plötzlich stehen die Eltern im Raum. Das geht so einfach nicht! Ein Gefühl macht sich bei diesem Part der diesjährigen ESC-Begleitung breit: Das Internet ist nicht groß genug für die ARD und einen selbst. #LMS
03 In der deutschen Jury befindet sich auch Johannes, der Sänger von Revolverheld. Innerhalb des egalen und unübersichtlichen Abstimmungssystems hält er mit ähnlichen Blinden und Ferris MC daher 50 Prozent der Stimmen der Jury aus Deutschland. Ich möchte mich bei der EU und allen betroffenen Künstlern dafür hiermit herzlich entschuldigen.
04 Geil! »Das Wort zum Sonntag« ist fester Bestandteil der ESC-Berichterstattung geworden. Doch statt zum Beispiel gegen den Erfolg der Homo-Ehe in Irland zu wettern, schlängelt sich der rasierte Frettchen-Pfarrer völlig ohne religiösen Bezug durch irgendwelche Glückskeks-Plattitüden.
05 Arabella Kiesbauer lebt und moderiert noch. 
06 Irgendwie nicht richtig aufgepasst: Warum zur Hölle macht noch mal Australien bei diesem ESC mit? Na, wird bestimmt alles seine Richtigkeit haben. Und mit Richtigkeit meine ich: Selbst ich habe noch ein »normales« Leben und kann mir nicht über jeden offensichtlichen Quatsch Gedanken machen!
07 Kurz aufgeschreckt: Der seltsam erwachsen wirkende Jugendliche aus Israel hat ein gutes Lied. Orientalische Sounds und Gesangslinien fügen sich mit Resten einer Backstreet-Boys-Nummer zusammen, dazu HipHop und trashige Pet Shop Boys. Nach der nächsten Flasche Wein unbedingt noch mal hören.
08 Die Duos aus dem Königreich, Estland und Armenien folgen direkt hintereinander und sehen quasi identisch aus. Die Vorstellung, die ganze Show könnte einen einzigen großen Fake darstellen mit immer wieder neu verkleideten Musical-Darstellern, beunruhigt dabei gar nicht. Im Gegenteil, so eine Verschwörung klingt auf Anhieb viel erträglicher als der triste Umstand, dass das hier alles ernst gemeint ist.
09 Die Duo-Dichte ist dieses Mal allgemein sehr auffällig. Sind schon wieder Pärchenwochen bei McDonalds?
10 Serbien mit schwerem Empowerment, das zieht. Der ESC bleibt ein Utopia, in dem das Spezielle belohnt wird. Gerade weil drum rum auch immer so viel stereotyper Quark am Start ist. Ein guter Damenbart wird jedenfalls genauso gefeiert wie eine Künstlerin weit abseits der #gntm-Gewichtsnormen. Mit einem guten Song hat das immer Potenzial. Heute reicht es zumindest für Platz 10 und 53 Punkte. 
11 Der Hipster hat es also auch schon bis nach Limassol auf Zypern geschafft. Statt Electro-Black-Metal setzt er allerdings auf Omis Schlagerkiste. Ein Sound, der Revolverheld cool aussehen lässt. Revolverheld! Platz 22 mit 11 Punkten.
12 Kann man sich einen Namen vorstellen, der mehr lame ist als The Makemakes? Schwerlich. Der Beitrag aus dem Gastgeberland Ö schafft es mit 0 Punkten auf den letzten Platz.
13 Okay: Dödelhaie – das ist vielleicht noch ein schlimmerer Bandname.
14 Ass-Gate! Die erste Einstellung von »Black Smoke« lang zeigt Ann Sophie Europa ausschließlich den Arsch im Jumpsuit. Äh, wovon handelt dieser Songtext eigentlich? Null Punkte, Platz 26.
15 Georgien kommt offensichtlich mit einer Untoten. Mmh, kann vielleicht jemand kurz bei »Buffy The Vampire Slayer« durchrufen? Platz 11 mit 51 Punkten.
16 Die polnische Sängerin sitzt im Rollstuhl? Will sofort, dass sie gewinnt! (Solche Gedanken sind nicht wirklich tauglich für das gesellschaftliche Ideal der Inklusion, ich weiß. Sorry, liebe intro-Leser, nach der nächsten Lobotomie wird alles besser! Zum Schluss erhält sie 10 Punkte und landet auf Platz 23.)
17 »Hose auf, jetzt kommt Spanien« – Kommentar in dem ESC-Thread meiner TV-Facebookgruppe. Danke für nichts! Platz 21 mit 15 Punkten.
18 »We are the heros of our time / we’re dancing with the demons in our mind!« So singt es uns Mans Zelmerlöw aus Schweden in seinem Gewinner-Song. Ey, wie gut kennt der einen denn? Sieger dieses Jahr und das mit 365 Punkten.
19 Null Punkte für Deutschland und null Punkte für Österreich. Und da das Tableau in Englisch gehalten ist, kommt Germany also hinter Austria auf dem allerletzten Platz ins Ziel. Fast schon wieder versöhnlich... 

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