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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Collect«

18+

Das neue 18+-Album zeigt: Reicht jetzt auch mal mit schweinischen Säuseleien auf rudimentären Beat-Skizzen.
Geschrieben am
18+ waren vor fünf Jahren schon mal einen Mausklick lang das nächste große Ding unter den Popmusik-Checkern. Damals versendete sich der Digital-Dream-Pop des anonymen Duos recht schnell im World Wide Web. Im Interview erklärten Bro und Sis, wie die beiden sich damals noch nannten, dass die Verrätselung ihrer Persönlichkeit durchaus einen Sinn habe: »Wir und unsere Hörer müssen uns erst mal ganz langsam kennenlernen. Man fickt ja auch nicht beim ersten Date.« Fünf Jahre, vier Mixtapes und zwei Alben später kennt man sich also schon ein bisschen besser. Vielleicht ein bisschen zu gut und hat sich – um bei der damals benutzten Zwischenmenschlichkeits-Metapher zu bleiben – möglicherweise auch ein wenig auseinander gelebt. »Collect« ist immer noch reichlich rudimentäre Lo-Fi-Musik, die sich aus Hochglanz-Pop-Produktionen und Memphis-Rap der frühen 1990er gleichermaßen speist, zu der die beiden im Wechsel versaute Dialoge sprechen, stöhnen und säuseln. Das ist für einen Moment ganz lustig, langweilt auf Dauer aber doch. So bleibt »Collect« nur mittelgeile Meme-Musik, die ihren Zeitgeist-Zenit leider schon um ein paar Jährchen überschritten hat.

18+

Collect

Release: 20.05.2016

℗ 2016 Houndstooth

18+ »Collect« (Houndstooth / Rough Trade / VÖ 20.05.16)