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13&God

13&God

Am besten man vergisst, dass es sich bei 13&God um eine Zusammenkunft zweier Entitäten handelt: einmal die Gebrüder Acher, Console-Gretschmann (a.k.a. 3/4 The Notwist), auf der anderen die Um-die-Ecke-Rapper Themselves (DoseOne, Jel, Dax). Dann tut man deren Skills, Kabelsalat, Anti-Essentialismus,
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Am besten man vergisst, dass es sich bei 13&God um eine Zusammenkunft zweier Entitäten handelt: einmal die Gebrüder Acher, Console-Gretschmann (a.k.a. 3/4 The Notwist), auf der anderen die Um-die-Ecke-Rapper Themselves (DoseOne, Jel, Dax). Dann tut man deren Skills, Kabelsalat, Anti-Essentialismus, Zeitunterschied und Übermüdung in den Mix und bekommt eine Seltsamst-Story sonorer Soundeffekte. Was an Notwist schon immer verblüffte, hier läuft es sozusagen unter erschwerten Bedingungen zu großer Form auf. Die Kunst, gedämpfte Atmosphäre in verdichtete Power zu überführen. Es haben sich Klienten gefunden, des Wartens im Vorzimmer der Musikindustrie müde, absolut furchtlos und ready, loszulegen. Nach draußen durch die Milchglasscheibe dringen von HipHop und Indietronics nur einzelne Klangfetzen. Jedenfalls würde es anders klingen, wenn MC-Geiler-Als-Du „Yeah huh / You want to out and hustle / Core audience“ rappen würde. So aber gehen absurde Versmaße mit getimestretchten Violinen ungefährliche Liaisons ein, die auch noch ziemlich hintergründig rocken. Fertig ist das „Ummagumma“ der Generation Indie. Hab ich schon gesagt, dass ich’s mag?