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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Death Grips, Piu Piu u.v.m.

10 Alben, die du dir sofort runterladen solltest

Das klassische Sommerloch mag in Bezug auf Albumveröffentlichung nicht ganz so ausgeprägt sein wie anderenorts – wer dennoch auf der Suche nach neuen Impulsen ist, der dürfte hier genau richtig sein. Wir haben 10 erstklassige Alben aus den unterschiedlichsten Genres zusammengetragen, die als gratis Download erhältlich sein – aber bei Gefallen auch mit einer Spende bedacht werden dürfen.
Geschrieben am
Piu Piu »Nightintale«
Giulietta Canzani, die Pariser Songwriterin mit der Vorliebe für clubtaugliche Produktionen, hat sich in den vergangenen Jahren vor allem in ihrer Heimat Paris einen Namen als Newcomerin gemacht. Ihr vergangenes Jahr in Eigenregie veröffentlichtes Album strotzt dennoch nur so vor international etablierten Poduzenten-Talenten wie Ryan Hemsworth, Frenchs Fries oder Bambounou, die aus »Nightintale« ein perfekt auf den Punkt gebrachtes Kaleidoskop kontemporärer Club-Musik machen.
The Sweets »Greatest Hits«
(DZ Tapes 2014) Das Kassettenlabel DZ Tapes ist im vergangenen Jahr aus dem Blog Dayvan Zombear hervorgegangen, der von 2007 bis 2013 als die Anlaufstelle schlechthin für in Kleinstauflagen veröffentlichte, obskure Musik galt – im gleichen Zuge allerdings dicht gemacht wurde. Solange DZ Tapes allerdings Perlen wie The Sweets auf Kassette bannt, ist das schon verkraftbar.
I’lls »A Warm Reception« (Yes Please 2013)
Das australische Label Yes Please hat sich mit Künstlern wie Guerre, Wintercoats oder Oliver Tank in gerade mal zwei Jahren zu einer extrem profilierten Plattform für außergewöhnliche Newcomer entwickelt. Das jüngste Werk des australischen Trios I’lls reiht sich in diesen Lauf nahtlos ein und zelebriert auf »A Warm Reception« düsteren Elektronik-Pop in der Tradition von Thom Yorkes Soloveröffentlichungen.

Show Me A Dinosaur »Dust« (2014)
Es gibt immer wieder Bands, bei deren genaueren Betrachtung man sich doch arg wundern muss, wieso trotz amtlicher Veröffentlichungen und Live-Shows weder Labels, noch potentielle Follower in den sozialen Netzwerken am Rad drehen. Dieses Trio aus St. Petersburg ist eine davon. Die Art und Weise, wie Show Me A Dinosaur auf ihrem Album »Dust« Post-Rock, Doom-Metal, Ambient und Shoegaze ineinander überblenden, sollte doch für ein paar mehr offene Münder sorgen.
Benny B. Blonco »Random Knocks« (Error Broadcast 2013)
Benny B. Blonco galt zu Myspace-Zeiten  - also lange bevor sich eine ganze Generation an Schlaf- und Kinderzimmerproduzenten in fortgeschrittenem Flying-Lotus-Epigonentum übte -  als vielversprechender Newcomer an der Schnittstelle von HipHop und elektronischer Musik. Doch bevor irgendein Label den aus Brooklyn stammenden Produzenten unter Vertrag nehmen konnte, war er einfach weg. Keine Status-Updates, keine Nachrichten – nichts. Auch heute weiß nach wie vor niemand, was aus Benny B. Blonco geworden ist, weswegen sich Error Broadcast im vergangenen Jahr dazu entschloss, den Nachlass des mysteriösen Produzenten zu veröffentlichen.
Free Throw »Free Throw« (2012)
Das seit vergangenem Jahr von überwiegend US-Amerikanischen Medien skandierte Emo-Revival lässt ja irgendwie immer noch auf sich warten. Wem dennoch ein wenig nach den funkelnden Gitarren-Pickings und eingängigen Akkord-Figuren von Bands wie Braid, Boys Life oder Christie Front Drive ist, der dürfte mit der Debüt-EP dieser Band aus Nashville bestens bedient sein.
Diverse »Infinite Machine 2nd Anniversary Compilation« (Infinite Machine 2013)
Infinite Machine gehört ohne Zweifel zu den spannendsten Labels aus dem Bereich der britischen Bassmusik, dementsprechend hochkarätig besetzt ist auch diese Jubiläums-Compilation aus dem vergangenen Jahr, die von klassischen Dubstep-Brettern bis hin zu beseelten Garage-House-Exkursen alles bietet, was das Hardcore Continuum eben so bietet.
Death Grips »Niggas On The Moon« (2014)
Death Grips sollen sich ja angeblich aufgelöst haben. Aber ganz ehrlich: So wirklich viel geben kann man darauf eigentlich gar nicht, agiert(e) das Trio doch ohnehin von Anfang an außerhalb jeglicher Konventionen des Band- und/oder Musikgeschäftes. Das unterstrich auch noch mal ihre letzte Veröffentlichung: Ein aus dem Nichts erschienenes gratis Album, das auf jedem (!) Track Björk featuert. 
Davenport Family »At the Foot Zodiac Mountain« (Meudiademorte 2007)
Das improvisationsfreudige Folk-Kollektiv Davenport Family hat unter verschiedenen Namen so viel Musik veröffentlicht, dass man als Einsteiger eigentlich gar nicht weiß, wo man überhaupt anfangen soll. Wie wäre es also hiermit? Ein Monstrum von einer Jam-Session, in einem einzigen, 32-minütigen Take aufgenommen, stets unstetig zwischen Kraut, Drone und Jazz mäandernd – und garantiert eine Herausforderung.
Shoos Off »Most Times« (2014)
Wer hätte gedacht, dass an der minimalistischen Debüt-Ep von Shoos Off sage und schreibe sieben Musiker mitgewirkt haben? Dass die Band aus Los Angeles stammt,  kann man der dezent elektronischen, wehmütigen Pop-Musik dagegen recht schnell anhören.