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Crème brûlée

Rezepte der Popküche: »Die fabelhafte Welt der Amélie«

Ob die Welt der Amélie tatsächlich fabelhaft ist? Wir wissen es nicht. Genauso wenig, wie wir wissen, ob sie Crème brûlée auch wirklich isst oder ständig nur die bunsenverbrannte Oberfläche mit dem Löffel knackt. Fest steht aber: Das Zeug ist verdammt lecker!

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Die Welt der Französin Amélie ist skurriler, bunter und einfach ein bisschen anders als unsere. Bei ihr sind Wolken weiße Kaninchen, Nachttischlampen werden lebendig, und ein Gartenzwerg geht auf Weltreise. Dass besagter Zwerg regelmäßig Fotos seiner Abenteuer per Post schickt, wundert den Empfänger – Amélies Vater – irgendwann auch nicht mehr. Amélie arbeitet im »Café des 2 Moulins«. Hier treffen sich die unterschiedlichsten Pariser Gestalten. Sie lieben und sie streiten sich. Manche mögen sich sogar so sehr, dass sie gemeinsam in der Vorratskammer des Cafés verschwinden. Und Amélie weiß genau, wann es angebracht ist, die Kaffeemaschine anzustellen und den Milchaufschäumer zu betätigen, um von der Geräuschkulisse nebenan abzulenken.

»In Amélies Leben gibt es keinen Mann. Sie hat es ein, zwei Mal versucht. Aber das Ergebnis entsprach nicht ihren Erwartungen«, beschreibt es der Erzähler im Film, der vielleicht auch die Stimme in Amélies Kopf ist. Dafür hat sie einen besonderen Sinn für die kleinen Freuden des Lebens. Dazu gehört neben dem Hüpfenlassen von Steinchen über Wasser und dem Eintauchen ihrer Hand in einen Getreidesack auch das Knacken der karamellisierten Oberfläche von Crème brûlée. Als Werkzeug nutzt Amélie die Spitze eines Kaffeelöffels, dessen Geräusch beim Zerbrechen der Zuckerkruste in ihr eine ähnliche Befriedung auszulösen vermag wie bei manch anderem der Klang vom Öffnen einer guten Flasche Wein. Vielleicht ist Amélies Schwäche für das französische Dessert auch nur eine Methode, mit dem zermürbenden Weltschmerz klarzukommen, der sie in vielen Situationen überkommt. Ob man die Crème brûlée nun aus Frust oder aus purem Genuss verzehrt: Wir finden, es ist an der Zeit, den Bunsenbrenner anzuwerfen und dem französischen Klassiker eine Renaissance zu bereiten.

Das Rezept (Zutaten für 6 dessertgeile Franzosen):
250 ml Milch
250 ml Sahne
1 Vanilleschote
4 Eigelbe
40 g feiner Zucker
60 g brauner Zucker zum Karamellisieren

Und so geht’s:
Die Milch mit der Vanilleschote in einem Topf kurz aufkochen, von der Herdplatte nehmen und circa zehn Minuten mit geschlossenem Deckel ziehen lassen. Danach die Sahne dazugießen und alles zusammen nochmals bis zum Siedepunkt erhitzen. Den Backofen auf 120 Grad vorheizen. Nun die Eigelbe mit dem weißen Zucker cremig schlagen und schließlich die Vanillesahne unterrühren.

Die Creme anschließend in sechs Förmchen füllen und circa 25 Minuten im Ofen stocken lassen, bis sich eine leichte Haut gebildet hat. Diese sollte jedoch nicht braun werden.

Die Creme nun abkühlen lassen und im Anschluss mindestens zwei weitere Stunden im Kühlschrank kaltstellen. Zum Karamellisieren die Vanillecreme mit dem braunen Zucker bestreuen.

Die Creme in den Ofen unter den Grill stellen oder, so machen es die Franzosen, die Oberfläche mit einem Bunsenbrenner bearbeiten.

Sobald der Zucker sich in eine schöne braune Karamellkruste verwandelt hat, sind die Crème brûlées fertig. Sofort servieren und à la Amélie mit einem Kaffeelöffel die Kruste knacken.

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