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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Graffiti gegen Hakenkreuze

#PAINTBACK

Hakenkreuze an Hauswänden kann man nicht einfach ignorieren. Das findet auch Ibo Omari. Zusammen mit anderen Graffiti-Künstlern hat er den Schmierereien daher den Kampf angesagt  – auf eine sehr hübsche Art und Weise.
Geschrieben am
Unter dem Motto »Answering messages of hate with love« hat Ibo Omari die Aktion  »#PAINTBACK« ins Leben gerufen. Das Prinzip ist simpel: Hakenkreuz-Geschmiere in kleine Wandkunstwerke verwandeln und so ein Zeichen gegen Rechts setzen.

Omari ist Inhaber des LEGACY Graffitiladens in Berlin und Gründer des Vereins 
»Die Kulturellen Erben e.V.«, der aktiv in der dortigen Hiphop- und Graffitiszene mitwirkt, Workshops und Graffiti-Aktionen für Künstler und vor allem für Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund organisiert. Im Grundsatz geht es um ein gemeinsames, kreatives und friedliches Miteinander im heimischen Berlin – Hakenkreuze haben da also absolut keinen Platz. So ruft Ibo Omari also dazu auf, sich dieser auf künstlerische Art und Weise zu entledigen.
»Nazis missbrauchen Graffiti für ihre hässliche Botschaften. Dagegen setzen wir uns ein und engagieren uns für ein gesundes Miteinander im Kiez,« sagt Ibo Omari und zückt gemeinsam mit anderen Writern die Dosen. »Wir leben in einer Zeit, in der Thilo Sarrazin und Adolf Hitler die Bestsellerlisten anführen. Da ist es nicht schwer, aktiv zu werden und aus Hakenkreuzen etwas Schönes zu machen. Wichtig ist nur, dass die #PaintBack-Aktion mit den Wandeigentümern abgesprochen ist.« 

Ein Video zeigt, wie die Aktivisten losgezogen sind und welche Hakenkreuze sie sich vorgeknöpft haben. »Früher war es ein Hakenkreuz, jetzt ist es etwas Schönes,« so Omari. An die Spraydosen, fertig, los!