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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

So reagiert das Netz

Erdogan vs. Extra3

Greift Recep Erdogan die deutsche Kunst- und Meinungsfreiheit an? Medienberichten zufolge hat die türkische Regierung den deutschen Botschafter in Ankara zum Gespräch zitiert, um sich über einen Satirebeitrag der NDR-Sendung Extra3 zu beschweren. Wir haben ein paar Reaktionen dazu gesammelt.
Geschrieben am
Auslöser der Ereignisse, die sich wie ein Angriff auf die Freiheit von Kunst und Meinung darstellen, ist ein Clip, den mittlerweile über eine halbe Million Menschen auf Youtube gesehen haben. Darin heißt es unter anderem: »Ein Journalist, der irgendwas verfasst, was Erdogan nicht passt, ist morgen schon im Knast.«
Die Extra3-Redaktion nimmt die Kritik aus der Türkei erwartungsgemäß mit Humor, kontert mit einer bissigen Karikatur und denkt scherzhaft an das Ende der Sendung.
Vorher ernannte das Magazin den Politiker jedoch noch zum »Mitarbeiter des Monats«
NDR Fernseh-Chefredakteur Andreas Cichowicz retweetete das Bild und nutzte es, um Erdogan für die kostenlose Werbung für die Sendung zu danken.
Eher harmlos dagegen, was den Satire-Mitbewerbern so einfällt. Während sich die Kollegen der heute-Show die Biene Maja schnappen, bastelt die Titanic, offenbar noch im Freudentaumel über das gelungene aktuelle Magazincover, auf ihrer Homepage eine schmucklose Liste von Dingen, »die Recep Erdogan diese Woche noch plant«.
Kritik wird indes an der Bundesregierung laut. So wundert sich nicht nur Jan Böhmermann über das Schweigen des Twitter-Accounts von Regierungssprecher und Ex-ZDF-Journalist Steffen Seibert.
Derzeit trendet #Erdogan bei Twitter.. Es dürfte also noch ein Weilchen weiter Reaktionen hageln.