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Antrag beim Bezirksamt

Die AFD will das Berghain dichtmachen

Die AFD-Politikerin Sibylle Schmidt fordert beim Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg die Schließung des Berghain.

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Man ist von der AFD inzwischen ja schon einiges gewohnt und wundert sich eigentlich nur noch selten über die wirren Ideen, die dieser Partei in verlässlicher Regelmäßigkeit entspringen. Ein Antrag der Berliner AFD-Politikerin Sibylle Schmidt beim Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg sorgt derzeit allerdings für derart große Erheiterung, dass man die Geschichte fast für einen Witz halten könnte. Darin wird nämlich gefordert, den Betreibern des Berghains die gewerberechtliche Erlaubnis zu entziehen. Soweit, so unspektakulär, wirklich abenteuerlich wird es allerdings mit der Argumentation. Wenn etwa von einer »Selektierung durch unintelligente, unansehnliche Wichtigtuer« schwadroniert wird, klingt das wie der beleidigte Rant einer Abgewiesenen, die nicht am Türsteher vorbei gekommen ist.  

Berghain soll Darkroom ausleuchten

Nicht minder abwegig ist der Vorschlag, die Öffnungszeiten auf die Zeit von 22:00 bis 06:00 Uhr morgen zu beschränken, »um einen drogenfreien Besuch unter Berücksichtigung eines natürlichen Biorhythmus’ zu ermöglichen.« Sexuelle Handlungen sollen derweil »durch entsprechende Beleuchtung und Personal« unterbunden werden. Das Schreiben wurde von dem Linkspartei-Bezirksverordneten Maximilian Schirmer via Twitter verbreitet und ist hier in Gänze nachzulesen. Wir tippen: Das Berghain bleibt erstmal dort, wo es ist – und zwar ohne Halogenlampen im Darkroom.