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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Plakatieren gegen den Mob

Adbusting in Freital

Die Künstlergruppe Dies Irae hat in Freital Werbeplakate durch antirassistische Grüße ersetzt. Finden wir gut!
Geschrieben am
Freital, unbewohnbares Kaff bei Dresden, rühmte sich die letzten Wochen nicht gerade mit Willkommenskultur oder gar gutem Benehmen, sondern wurde unlängst Symbolort für Rassismus und gewalttätige Übergriffen gegenüber Geflüchteten. Stimmen gegen den Mob gibt es glücklicherweise ebenfalls. So fanden bereits zahlreiche Demonstrationen und Solidaritätsaktionen statt; die Antilopen Gang gab beispielsweise ein spontanes Konzert in Freital. All diese Dinge finden jedoch meistens jenseits des Alltags derer statt, die immer noch nichts als Hass für ihre neuen Nachbarn übrig haben. Anders bei der Aktion von Dies Irae (deutsch: Tag des Zorns): Die Gruppe ersetzte Werbeplakate durch eigene. Insgesamt 21 Stück hängen nun an Bushaltestellen – beschrieben mit Zitaten und Parolen, aber auch Willkommensgrüßen.

Auf Facebook schreibt Dies Irae: 

Bisher meine größte Intervention in einer verhältnismäßig kleinen Stadt, in der ein kleiner brauner pöbelnder Mob so viel unangenehme Aufmerksamkeit herbeiführte. Nun prangen auf der Hauptverkehrsstraße zwischen S Hainsberg und S Potschappel zehn unterschiedliche Motive gegen Rechts.