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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Virtuos und verspielt

»2 Tage New York«

Julie Delpy überrascht mit einem tollen Sequel ihres Erfolgs »2 Tage Paris«. Virtuos verspielt, zwischen Woody Allen und Miranda July.
Geschrieben am

Wer immer noch glaubt, er sei mit der schlimmsten Familie aller Zeiten geschlagen, muss sich einfach Julie Delpys köstliche Screwball-Comedy »2 Tage New York« anschauen. Wie in ihrem Überraschungserfolg »2 Tage Paris« konfrontiert Marion, wieder gespielt von Multitalent Delpy selbst, ihren neuen Lebensgefährten, den Radiomoderator Mingus (Chris Rock), mit ihrer unausstehlichen Sippschaft. Diesmal allerdings suchen Marions Hygiene verachtender Vater (Albert Delpy), ihre nymphomane Schwester (Alexia Landeau) und deren dauerbekiffter Liebhaber die Patchwork-Familie in ihrem New Yorker Apartment heim. Der Kulturschock, der sich fortan zum Brüllen komisch im Gesicht des Adam-Goldberg-Nachfolgers Chris Rock spiegelt, könnte brutaler nicht sein: Unüberwindbare Sprachbarrieren, die exhibitionistische Schwester und nicht zuletzt Marions potenziertes Stadtneurotiker-Benehmen im Kreise ihrer Lieben wirbeln ihr bislang recht biederes Leben völlig durcheinander.

»2 Tage New York« ist eine intelligente romantische Komödie, virtuos verspieltes Kino mit Puppentheater-Szenen und eigenartig aus der Inszenierung fallenden Cameo-Auftritten von Vincent Gallo als Seelenkäufer und Daniel Brühl als Ökoterrorist.

»2 Tage New York« (F 2011; R: Julie Delpy; D: Chris Rock, Alexia Landeau; Start: 05.07.)

Intro-Previews: Am 3. Juli jeweils 20 Uhr in Berlin, Düsseldorf, Köln, Hamburg; mehr Infos unter intro.de/previews