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USA 2007

I Am Legend

Legenden sterben nicht. "Ich heiße Robert Neville. Ich habe in New York City überlebt.
Geschrieben am
Legenden sterben nicht. "Ich heiße Robert Neville. Ich habe in New York City überlebt. Falls es irgendwo noch jemanden gibt, irgendjemanden. Bitte. Du bist nicht allein." Nach Vincent Price und Charlton Heston ist es nun an Will Smith zu sagen: "I am legend."



Richard Mathesons Endzeit-Novelle aus den 50er-Jahren wurde schon drei Mal verfilmt: 1964 unter dem Titel "The Last Man On Earth" mit Vincent Price (wird aktuell via Sunfilm auf DVD herausgebracht), 1967 kam der spanische Kurzfilm "Soy Leyenda" und 1971 der "Der Omega-Mann" mit Charlton Heston. Nun also darf Will Smith 40 Jahre später den letzten Erdbewohner geben, mit einem nie da gewesenen Megabudget, versteht sich. Klingt vielversprechend, denkt man und hat die monströsen Vampir- und Horror-Szenen schon vor Augen.

Robert Neville fährt mit einem roten Ford Mustang und seiner Schäferhündin Sam durch ein menschenleeres New York. Verzweifelt sendet er Funksprüche, um weitere Überlebende zu finden. Ein zur Bekämpfung von Krebs entwickeltes Virus hat den Großteil der Weltbevölkerung dahingerafft, nur wenige sind immun. Die Infizierten zeigen tollwutartige Symptome, reagieren schmerzhaft auf UV-Licht und sind nach Sonnenuntergang als Zombie-Vampire unterwegs. Robert verschanzt sich also nachts in einem Kellerlabor und arbeitet an einem Impfstoff gegen das Virus. Doch dann erkrankt die Hündin, und Robert fährt wütend in eine Gruppe infizierter "Darkseeker". Was ihn fast das Leben gekostet hätte, wären ihm nicht seine zwei - auch immunen - Retter Anna und der kleine Ethan zu Hilfe gekommen. Sie wollen nach Vermont, wo sie weitere Überlebende in einer Kolonie vermuten. Aber Robert hat jegliche Hoffnung verloren und will bleiben. Eine fatale Entscheidung, denn in der folgenden Nacht kommen die Zombie-Vampire in ihr Haus ...

Die erste Stunde des post-apokalyptischen Films ist eigentlich gut gelungen, das atmosphärische Endzeit-New-York beeindruckt nachhaltig. Leider bleibt der erwartungsfrohe Zuschauer beim Anblick der Zombie-Vampire enttäuscht zurück, hier hätten wirklich kreativere Ideen und weniger konventionelle Animationen entstehen können. Will Smith glänzt in seiner typischen Superhelden-Rolle, was aber der literarischen Vorlage nicht gerecht wird. Ist Neville dort doch eher ein Anti-Held, der nicht klar auf der guten oder der bösen Achse zu verorten ist.