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Neuer Teil der Videospiel-Reihe im kommenden Jahr

Tony Hawk will es wissen

Vier Jahre nach dem vielerorts verrissenen »Tony Hawk: Shred« kündigt der Birdman höchstpersönlich einen neuen Teil der Reihe für das kommende Jahr an. Nur: Brauchen wir den wirklich?
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Jeder, wirklich jeder, der Ende der gegen Ende der Neunzigerjahre oder zu Beginn der Nullerjahre auch nur ein rudimentäres Interesse an Videospielen hatte, dürfte mindestens eine Highscore-geplagte Nacht mit einem Teil der »Tony Hawk’s Pro Skater« Reihe verbracht haben. Activisions Rollbrett-»Simulation« begeisterte mit einem Mix aus verhältnismäßig realistischen Gameplay und völlig durchgeknallten Challenges für viele Jahre hinweg weit über die eigentliche Skateboard-Community hinaus und dürfte heute für die PSX/N64-Generation mindestens genauso ikonisch stehen, wie die Abenteuer von Solid Snake oder Leon Kennedy.
Das Spielprinzip wurde mit Blick auf den großen Erfolg fortan jährlich in einen neuen Ableger übertragen. Innovativer wurde es dadurch nicht, der Mangel an Alternativen ließ uns dennoch immer wieder zu dem Franchise zurückkehren. Was sollte man auch schon spielen? »MTV Sports: Skateboarding«? Oder noch schlimmer: »Street Skater«? Also bitte. 
Der Fairness halber muss man natürlich sagen, dass es da noch Trashers »Skate and Destroy« gab, das mit seiner wirklichkeitsgetreuen Lernkurve, Sponsoring-Verträgen und der völligen Abwesenheit des »Jackass« inspirierten Schwachsinns, den man eben von Tony Hawks Reihe kannte, glänzen konnte.
Nur irgendwann kam dann eben Electronic Arts um die Ecke und hatte einen brandneuen Titel namens »Skate.« im Gepäck – der ähnlich wie »Tony Hawk’s Pro Skater« im Jahr 1999 das Genre noch einmal gänzlich revolutionierte. Das eher subtile und direkt an Skateboarder gerichtete Spielprinzip von Trashers »Skate And Destroy« wurde auf die noch Junge, siebte Konsolengeneration übertragen und sah nicht nur fantastisch aus, sondern spielte sich dank der sogenannten »Flick It«-Steuerung auch progressiv und intuitiv zugleich: Statt wie bisher einfach irgendwelche abstrakte Tastenkombinationen zu hämmern, zeichnete man die für die entsprechenden Tricks notwedigen Fußbewegung mit dem Analogstick realitätsgetreu nach. Die Langzeitmotivation wuchs dadurch zwar genauso exponentiell wie die Lernkurve, aber in einer Sache war man sich einig: Tony Hawk war nun gänzlich überflüssig.
Und jetzt das: Tony Hawk höchstpersönlich kündigt auf Twitter einen neuen Titel für das kommende Jahr an. Weitere Details gibt es bisher zwar nicht, dennoch drängt sich die Frage auf, mit welchem Kniff Activision die an die »Skate«-Reihe verlorenen Schäfchen zurück gewinnen möchte. Denn eines ist klar: Nachdem der dritte Teil von EAs Top-Notch-Simulation nun auch schon wieder vier Jahre zurück liegt, ist auch hier ein Nachfolger längst überfällig.