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Tapetenwechsel

»Titanfall 2« / «Battlefield 1«

Mit »Battlefield 1« und »Titanfall 2« hat Electronic Arts innerhalb nur einer Woche zwei ultra-populäre Multiplayer-Shooter veröffentlicht. Eine ungewöhnliche Praxis, die auch gänzlich unterschiedliche Perspektiven auf den kleinsten gemeinsamen Nenner beider Titel wirft – den Krieg.
Geschrieben am
Es ist inzwischen längst so etwas wie eine Tradition, wenn in den Herbst- und Wintermonaten martialisch anmutende Banner in den Elektronikfachmärkten prangen und in fetten Großbuchstaben von den jüngsten Schießbuden für die Konsolen künden. Spiele, die in ihrer markigen Inszenierung anmuten, als hätte sie ein koffeinabhängiger Michael Bay höchstpersönlich entworfen und die hinsichtlich ihrer Zielgruppen-Relevanz so ziemlich jedes traditionelle Entertainment-Produkt weit hinter sich lassen. Alles wie gehabt, würde Electronic Arts neben »Battlefield 1« nicht erstmals noch einen zweiten Wettbewerber in das Kräftemessen mit den ewigen Rivalen der »Call Of Duty«-Reihe ins Rennen schicken: »Titanfall 2«. Wer hier vor lauter Knarren den Krieg nicht mehr sieht, hat unser vollstes Verständnis.
Abgesehen von der zeitnahen Veröffentlichung pflegen »Battlefield 1« und »Titanfall 2« eine interessante Dichotomie, die sich sowohl in Setting und Gameplay äußert, vor allem aber in seiner Sichtweise auf das Thema Krieg interessant wird. Während »Titanfall 2« den Spieler in den Konflikt einer fernen Zukunft schickt, dreht »Battlefield 1« die Zeit nämlich bis in den ersten Weltkrieg zurück. Dass man sich vor allem dort im Umgang mit dem ganz realen Terror des frühen 20. Jahrhunderts schwer tut, überrascht kaum. Eine Hürde, die »Titanfall 2« dank seines abstrakten Science-Fiction-Sujets erst gar nicht nehmen muss und die spätestens in den beliebten Multiplayer-Modi auch bei »Battlefield 1« fällt. Was bleibt ist ein blasses Abbild vom Krieg, eine Tapete für den sportliche Wettkampf, der in seiner taktischen Präzision und ausgeklügelten Balance nach wie vor das Maß aller Dinge ist.
Warum es in Anbetracht dieser Qualitäten nach wie vor eine solch ausgeprägte His­to­ri­zi­tät braucht, erschließt sich dementsprechend nur bedingt. Wie egal die besagte Tapete am Ende ist, könnte nämlich wiederum »Titanfall 2« kaum besser illustrieren. Denn so generisch und formelhaft der futuristische Anstrich hier bisweilen auch anmuten mag – besser hat sich in diesem Jahr noch kein anderer Shooter gespielt.

»Battlefield 1« für PC, Xbox One, Playstation 4 (Electronic Arts / Dice)
»Titanfall 2« für PC, Xbox One, Playstation 4 (Electronic Arts / Respawn)

Wir verlosen an dieser Stelle ein streng limitiertes Presskit zu »Battlefield 1« (PS4)

Electronic Arts

Battlefield 1 - [PlayStation 4]

Release: 21.10.2016

Electronic Arts

Titanfall 2 [AT PEGI] - [PlayStation 4]

Release: 28.10.2016