×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Nintendo

The Legend of Zelda: Twilight Princess

Story: Eigentlich hat sich an der Geschichte nicht viel geändert. Link, ein junger Feldarbeiter aus der Provinz Latoan, muss in “Twilight Princess” das Königreich Hyrule samt der Prinzessin Zelda retten, das von Schattenwesen im wahrsten Sinne des Wortes verdunkelt wurde. Wie auch bei früheren Abent
Geschrieben am
Story: Eigentlich hat sich an der Geschichte nicht viel geändert. Link, ein junger Feldarbeiter aus der Provinz Latoan, muss in “Twilight Princess” das Königreich Hyrule samt der Prinzessin Zelda retten, das von Schattenwesen im wahrsten Sinne des Wortes verdunkelt wurde. Wie auch bei früheren Abenteuern ist Links Wandel von der kindlichen Naivität bis hin zum Heldentum in Siegfried’schen Ausmaßen die Triebfeder der Geschichte, deren Verlauf durch die abwechselnden Aufgaben nie uninteressant wird. Dabei geht Link in seinem neuesten Abenteuer noch einen Schritt weiter: Während Link mit dem Pferd oder zu Fuß unterwegs ist, verwandelt er sich bei jedem Eintritt in die Schattenwelt durch den Bund mit der geheimnisvollen Midna in einen Wolf und hat dann ganz neue Stärken.

Handling: Wer sich nicht wirklich an eine neue Spielform gewöhnen will, könnte immer noch auf die Gamecube-Version des neuesten Zelda-Spiels zurückgreifen. Dabei müsste man aber auf die wirkliche Herausforderung der neuen Steuerung via Wii-Controller verzichten. Und die passt gerade in Kombination mit Links Hilfsmitteln wie Bumerang, Eisenstiefeln oder Pfeil und Bogen perfekt. Denn so hat man ein Spiel im Spiel und erlernt die sieben geheimen Schwertkünste, wirft die Angel zum Fischen aus oder schüttelt den zweiten Nunchuk-Controller, um im Erdreich zu scharren. Abseits der Hauptaufgabe lockern immer wieder kleinere Spiele wie Ziegentreibjagd, Hühnerflugstation oder Insektensuche das Spielgeschehen auf.

Was bleibt: Wenn andere Spiele einen Schritt vor und zwei zurück machen, leisten sich Shigeru Miyamoto und sein Entwicklerteam eher den großen Dreischritt in Richtung Spieltiefe und Spielideen. Zwar verhindert die fehlende Sprachausgabe, dass man zu Link eine wirkliche enge emotionale Beziehung aufbauen kann. Trotzdem konfrontieren der immense Spielumfang und die neue Steuerung jeden Spieler mit einer Herausforderung, die man wie frühere Schulhofmutproben einfach schaffen will. Geblieben ist dabei auch die Idee vom Spiel als Setzkasten, der auch mit teilweise leeren Fächern vollständig erscheint, aber eben immer die Möglichkeit offen lässt, nach Vollständigkeit zu streben. Und so sammelt man Geisterseelen oder Goldinsekten, sucht nach dem goldenen Wolf, den Spiegelscherben oder Ilyas Halskette.

Glanzlicht: Nicht immer ist das Ende eines Spiels die tollste Belohnung, doch bei “Twilight Princess” wird das letzte Level im Schloss Hyrule zur wirklichen Kür des Spiels. Die neue Steuerung und alle möglichen Fähigkeiten von Link hat man bis dahin absolut verinnerlicht und kann dann wie David vor Goliath mit dem Masterschwert gegen den Schattenfürst zum letzten Kampf aufbrechen.