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Schere, Stein, Papier

»The Legend Of Zelda: Triforce Heroes«

Die kniffeligen Dungeons von »The Legend Of Zelda« gemeinsam mit Freunden erkunden? Klingt nach einer unschlagbaren Idee. Ob das in »Triforce Heroes« auch wirklich aufgeht, haben wir uns genauer angeschaut.
Geschrieben am
Es ist keine neue Idee, das reichhaltige Universum von »The Legend Of Zelda« um ein Multiplayer-Spin-Off zu ergänzen. Eine abseitige Idee ist es schon gar nicht, drängen sich die kniffeligen Dungeons der Reihe mit all ihren verschachtelten Schiebe-, Schalter- und Endgegner-Rätseln doch gerade zu auf, mit kooperativen Spielmechaniken versehen zu werden. Das kam mit »The Legend Of Zelda: Four Swords Adventure« schon vor mehr als zehn Jahren gut an und funktioniert im wesentlichen auch heute noch gut.
In »Triforce Heroes« gilt es zu dritt – und auch wirklich nur im Trio – mit Rätseln gespickte Levelabschnitte zu durchschreiten, die sich deutlich an den Dungeons vorangegangener Teile orientieren und stellenweise präzise abgestimmte Zusammenarbeit erfordern. Im Online-Modus wird dabei vor allem die Kommunikation mit den anonymen Weggefährten schnell zur eigentlichen Herausforderung, denn die wird über gerade mal sechs, sehr einfach gehaltene Emoticons ermöglicht. Heißt: Bei sinnstiftenden Aktionen gibt es einen Daumen hoch, fahrige Mitstreiter werden mit einem beseelten »Hierher!« auf ihre Position verwiesen und Unterstützung gibt es, wenn wir ratlos mit den Schultern zucken. Ahnungslosen Mitstreitern damit klar zu machen, welche Rolle sie bei einem komplexen, kollaborativen Rätsel einnehmen sollen, gestaltet sich so oft spannender und anspruchsvoller als die eigentliche Lösung des Puzzles.
Würde einem nur nicht die Technik so häufig einen Strich durch die Rechnung machen. Denn nichts ist ärgerlicher, als kurz vor dem Abschließen eines mühsamen Levels aus dem Spiel geschmissen zu werden, weil die Verbindung zu den Mitspielern unterbrochen wurde. Zu ähnlich ungünstigen Zeitpunkten abspringende Mitstreiter sorgen im Online-Modus ebenfalls für Frust, denn auch dieser Umstand bedeutet stets einen bedingungslosen Neustart. Wer das mit seiner Geduld vereinbaren kann, der darf sich bedenkenlos an dem babel’schen Chaos erfreuen, dass sich in »Triforce Heroes« oftmals breit macht und zu interessanten Interaktionen führt. Alternativ darf natürlich auch mit zwei Freunden im lokalen Multiplayer gespielt werden.

»Triforce Heroes« spart Vieles aus, was die Reihe für Millionen von Fans so interessant macht. Eine große, offene Spielewelt. Langwierige Charakterentwicklungen. Weit angelegte Erzählstränge. Umso verblüffender ist es, wie fesselnd selbst diese extrem runtergebrochene Variante der Zelda-Formel bisweilen sein kann. Nintendo wäre halt auch nicht Nintendo, wenn sie nicht selbst diesem, pardon, Lückenfüller das gleiche Maß an Raffinesse und Feinschliff zugestehen würden, wie ihren großen Titeln. 

Nintendo

The Legend of Zelda: TriForce Heroes - [3DS]

Release: 23.10.2015