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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

7 fiktive Freizeitparks, die ihr besser meiden solltet

Terror im Themenpark

Der Vergnügungspark, Hafen der nostalgischen Heimeligkeit und Hort des unbedarften Spaßes? Nicht in diesen Filmen. Schon in den Siebzigerjahren machte sich Hollywood einen Spaß daraus, diese unberührten Biotope der familären Harmonie in Orte des Schreckens zu verwandeln. Hier kommen sieben Filme, in denen im Freizeitpark der Horror ausbricht.

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01 »Jurassic Park« (1993)
Der Zoo ist ja an sich nicht unbedingt der Ort, an dem man sich seinen Nervenkitzel abholt, sofern man das Grundschulalter einigermaßen überschritten hat. Steven Spielberg korrigierte diese Annahme 1993 mit »Jurassic Park«, in dem er die trägen Käfigtiere schlichtweg durch einen Rudel hungriger Urzeit-Echsen ersetzte. In diesem Vergnügungspark galt es die Eiscreme zügig zu verzehren, als nächstes stand man nämlich selbst auf dem Speiseplan.  

02 »Westworld« (1973)
Ihr wollt einen Kurzurlaub als römischer Senator, Revolverheld oder Ritter? Ihr möchtet ein lebensechtes Erlebnis, ohne Risiken, Nebenwirkungen oder Zurückweisung durch das bezaubernde Burgfräulein? Delos ist ein Park mit drei von Androiden bevölkerten Themenwelten, der seinen Besuchern ermöglicht in fremde Rollen zu schlüpfen. Eigentlich eine tolle Sache, bis ein technischer Defekt zur Roboter-Randale führt. Fast 20 Jahre vor »Jurassic Park« ruft Michael Crichton im Freizeitpark der Zukunft den Ausnahmezustand aus und inspiriert damit zudem die 1976er Fortsetzung »Futureworld«.

03 »The Funhouse« (1981)
Eine Mutprobe mit bösem Ausgang. Vier Teenager verbringen die Nacht im Grusel-Kabinett der örtlichen Kirmes, nachdem sie sich mit einem Joint und dem Geschmack des Verbotenen in Stimmung gebracht habe. Und es kommt, wie es kommen muss, wenn Tobe »Texas Chainsaw Massacre« Hooper seine Finger im Spiel hat: ein maskierter Mörder taucht auf und hinterlässt ein Blutbad.  

04 »Escape From Tomorrow« (2013)
Düstere Visionen suchen den arbeitslos gewordenen Jim White am letzten Tag des Familienausflugs in Walt Disney World heim. Regisseur Randy Moore beschreibt sein verstörend ruhiges Werk, das zu großen Teilen ohne Drehgenehmigung in Disneyland und Disney World gefilmt wurde, als »post-modern fairy tale«. 

05 »Rollercoaster« (1977)
Dieser prototypische Katastrophenfilm mag schon fast vierzig Jahre auf dem Buckel haben, eignet sich aber auch heute noch hervorragend dafür, um manisch an seiner Achterbahn-Phobie festzuhalten. Gut, die Wahrscheinlichkeit, von einer mutwillig platzierten Ladung Sprengstoff aus den Gleisen geworfen zu werden, ist relativ unwahrscheinlich. Aber seit wann ist Phobien mit Rationalität beizukommen? Eben.

06 »Blackfish« (2013)
Die Realität liefert noch immer den besten Stoff zum Gruseln. Warum Tierparks wie »SeaWorld abgeschafft gehören, zeigt diese Dokumentation am Beispiel des Orca-Männchens Tilikum. Das ernüchternde Gegenstück zu »Free Willy« (1993) empfiehlt sich besonders im Doppelpack mit »The Cove« von Louie Psihoyos und Tierschutzaktivist Richard O’Barry. 

07 »Die schrillen Vier auf Achse« (1983)
Kinder ahnen es und Eltern sind sich sicher: der wahre Horror im Freizeitpark-Universum ist die Anreise. Die Atmosphäre ist gespannt bis zum Bersten, das nächste »Sind wir endlich da?« könnte dein letztes sein. Die Familienkutsche wird zum Ort von Streit und Schmerzen. Diese Erfahrung macht auch Familie Griswold, allen voran Vater Clark (Chevy Chase), auf ihrem Roadtrip nach Walley World. Als sie endlich am Ziel der Träume ankommen, liegen die Nerven blank und die Welt ist um einen Komödien-Klassiker reicher.

Bonus: Action Park
Ganz real, aber nicht minder gefährlich: Der legendäre Action Park in Vernon (New Jersey), der es von den späten Siebizgerjahren bis Mitte der Neunzigerjahre aufgrund seiner fahrlässig gefährlichen Attraktionen zu berüchtigter Prominenz gebracht hat.