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Superhelden, Shootings und Shopping

So war die German Comic Con 2016

In Dortmund fand am Wochenende zum zweiten Mal die German Comic Con statt und bot neben vielen Promis und Selfie-Möglichkeiten auch genug Gelegenheiten, nach Comic-Schätzen zu graben.
Geschrieben am
Batman, Hulk, Harley Quinn und Thor stehen für Brezeln an, draußen trinkt ein Stormtrooper mit seiner Freundin Kaffee und am Waschbecken des Damenklos richtet eine Sailor-Kriegerin ihre Perücke zurecht. Wir sind hier weder in einer Fieberfantasie, noch im kölschen Karneval, sondern in Dortmund. In den Westfalenhallen ist zum zweiten Mal die German Comic Con zu Gast und lockt wieder zahlreiche Cos-Player, Serienfans und Autogrammjäger. 
Trotz einiger bedauerlicher Absagen, präsentieren die Veranstalter einige prominente Gäste, die fleißig Fotos signieren oder für Shootings bereit stehen. Pamela Anderson ist da, David Hasselhoff und Ron Perlman ebenfalls. Außerdem ein paar Schauspieler, deren echtes Gesicht man gar nicht kennt, wie Simon Williamson zum Beispiel, der blaue Bandleader Max Rebo aus »Star Wars – Die Rückkehr der Jedi-Ritter«. Auch stehen detailgetreue Nachbauten des Delorean sowie ein Bat-Mobil in einer der Hallen als Kulisse fürs persönliche Shooting bereit. Alles wie gehabt also? Nicht ganz, die Comic Con scheint sich die Kritik aus Berlin zu Herzen genommen zu haben, denn es gibt hier in Dortmund deutlich mehr Platz.
Eine eigene Halle für die professionellen Foto-Shootings entzerrt das Geschehen und auch die Main Stage ist so platziert, dass viel mehr Leute den Vorträgen und Interviews lauschen können. Das bietet mehr Raum für die vielen Verkaufsstände die, ebenfalls eine positive Entwicklung, vermehrt tatsächlich alte Comichefte anbieten oder Neuheiten präsentieren. Wer mag, kann stundenlang in Kisten wühlen  und nach Schätzen graben. Zum Bummeln bietet sich für Ungeduldige insbesondere der Freitag an. Es ist weniger los in den Hallen, so dass die Verkäufer mehr Zeit für Ratschläge haben und vielleicht auch eher zum Handeln bereit sind. 
Ebenfalls am Freitag fand im Rahmen der German Comic Con zum ersten Mal die Preisverleihung des Rudolph Dirks Award statt. Der neu gegründete Branchenpreis wird in insgesamt 30 Kategorien vergeben und orientiert sich am renommierten Eisner Award, indem er sämtliche Comicgattungen einbezieht. Zur Premiere freuten sich Zeichner Sascha Wüstefeld (»Das UPgrade«) sowie Autor und Zeichner Tobi Dahmen (»Fahrradmod«) über die Hauptpreise »Germany: Best Artwork« und »Germany: Best Scenario«).