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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Es war einmal in Amerika

So ist »Die Verlegerin«

Meryl Streep und Tom Hanks: US-amerikanische Polit-Historie in Form eines prominent besetzten Spielberg-Blockbusters.
Geschrieben am
Die Veröffentlichung der streng geheimen Pentagon Papers zum Vietnamkrieg durch verschiedene US-Zeitungen im Jahr 1971 stellt einen der ersten Leaks der Mediengeschichte dar. Freundlicherweise erklärt uns der deutsche Verleih direkt im Titel ganz genau, worum es im neuen Film von Steven Spielberg konkret geht: Aus »The Post« wird »Die Verlegerin« – wegen Meryl Streep.  

Die Hollywood-Ikone spielt Katharine Graham, die sich nach dem Selbstmord ihres Mannes als Verlegerin der Washington Post in einer Welt der alten Männer behaupten muss. Ursprünglich hatte Grahams Vater Eugene Meyer den Verlag an Katharines Ehemann Philip übergeben. Eine Frau in dieser Rolle stellte selbst in den progressiven Spätsechzigern im von alten Eliten dirigierten Medienbetrieb noch eine Ausnahme dar. Spielberg kommentiert dies in einer Reihe von Szenen, die mal sehr charmant, dann wieder arg plakativ wirken. Meryl Streep geht wie zu erwarten vollkommen auf in der Rolle der einzigen Grande Dame des publizistischen Geldadels der Ostküste. Ihr zur Seite steht mit Tom Hanks ein weiterer Weltstar und Spielberg-Freund. Bei dieser Besetzung dürfte für das etwas unspektakuläre historische Polit-Drama der Erfolg programmiert sein.
 — »Die Verlegerin« (USA 2017; R: Steven Spielberg; D: Meryl Streep, Tom Hanks; Kinostart: 22.02.18; Universal)