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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Electronic Arts

Skate

Als unbekannter John Doe darfst du in der fiktiven Stadt San Vanelona deinem Board freien Lauf lassen und als Freizeitjunkie die Umgebung unsicher machen.
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Story: Als unbekannter John Doe darfst du in der fiktiven Stadt San Vanelona deinem Board freien Lauf lassen und als Freizeitjunkie die Umgebung unsicher machen. Auf dem Weg liegen Skate-Shops, pöbelnde Fußgänger, schlechte Autofahrer und die obligatorischen Miesepeter in Form von uniformierten Beamten. Niemand zwingt dich zu etwas, aber es kann auch nicht schaden, mit einem guten Video im Trasher-Magazin zu landen oder bei den X-Games teilzunehmen. Bekannte Skater wie Danny Way, Mark Gonzales oder Paul Rodriguez haben sich dafür ganz zufällig die gleiche Stadt ausgesucht.

Handling: Das neue Schlagwort heißt Flickit-Steuerung und beschreibt den eher natürlichen Ansatz ohne komplizierte Tastenkombinationen. So werden zum Beispiel mit dem rechten Stick Ollies und Kickflips ausgeführt, indem man den Stick möglichst schnell ebenjenes Manöver ausführen lässt. Die wirkliche Beherrschung dauert ihre Zeit, und selbst nach sehr viel Spielübung gibt es keine Garantie für immer gleiche Abläufe. Über die Skate-Reel-Funktion ist es aber möglich, die geglückten Tricks als Film festzuhalten, mit Musik abzumischen oder andere Szenen einzuschneiden. Zum bereits aufgespielten Soundtrack mit 45 Stücken gehören Bands wie Agent Orange, The White Stripes, Devo, Motörhead, N.W.A. oder Slayer.

Was bleibt: Nach der langjährigen Dominanz der "Tony Hawk"-Reihe darf man Applaus spenden, dass endlich von einer anderen Firma mal eine Skateboarding-Alternative angerollt kommt. Und bei "Skate" muss niemand erst eine bestimmte Stufe erspielt haben, um bestimmte Manöver zu machen oder einen bestimmten Fahrer zu spielen. Vielleicht liegt darin aber auch der Hasenfuß, denn obwohl man durch verdientes Geld genügend neue Schuhe, Boards oder Kleidung kaufen kann, vermisst man irgendwann ein konkretes Ziel, auf das man hinspielen könnte. Bestimmte Moves sind sogar ganz unmöglich, weil man sich die für die Fortsetzung aufsparen wollte. Dazu kommt, dass stellenweise lange Ladezeiten den eigenen Spielfluss abschneiden. Die Freiheit im Skaten hat also auch ihren Preis.

Glanzlicht: Ein erstes Fleißkärtchen wird an das Styling der Menüs ausgeteilt, und in der genialen Flut von Markennamen müsste Naomi Klein sehr wahrscheinlich eine Notbeatmung verpasst bekommen. Zweites Fleißkärtchen geht an einen Cheat: Wer sich im Spiel jeden seiner Knochen mindestens drei Mal gebrochen hat, schaltet ein Knochengerüst namens "Dem Bones" als Skater frei. Dieser Heidenspaß würde selbst Ray Harryhausen noch mal an die Konsole bringen.