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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Musikfilme beim Soundtrack_Cologne

»See The Sound« 2017

Zum 14. Mal geht das Filmfestival Soundtrack_Cologne an den Start. In diesem Rahmen findet auch die Veranstaltungsreihe »See The Sound« statt. Neben einer Vielzahl künstlerischer Gratwanderungen zwischen Bild und Ton gibt es auch diesmal wieder spannende Vorträge zu Musik, Film und Games.
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Wie lassen sich auditive Eindrücke sichtbar machen? Um sich dieser Frage zu nähern, geht das Kölner Filmfestival »Sountrack_Cologne« vom 23.-27.08. in seine nunmehr 14. Runde. »See The Sound« heißt dabei das experimentierfreudige Spartenprogramm der europaweit einzigartigen und buchstäblich tonangebenden Veranstaltungsreihe. Wie immer wird die Wechselbeziehung zwischen Musik, Bewegtbild und ihrer emotionserzeugenden Wirkung im Vordergrund stehen. Die Veranstalter haben hierzu ein Programm ausgefeilt, das zwischen popkulturellem Diskurs, aufregenden Musikvideos, Dokumentationen und Spielfilmen, Live-Darbietungen sowie einem spannenden Workshop rund um das Thema Game-Composing tiefe Einblicke in die Schall- und Klangwelten verschiedener Medien bietet.

Abgerundet wird das bild- und tongewaltige Spektakel durch eine Preisverleihung, die neben den aufstrebendsten Nachwuchskomponisten und Sounddesignern ebenfalls Auszeichnungen für die »Beste Musikdokumentation« oder »Beste Deutsche Livemusik TV-Sendung« vergibt. 
Nach dem Eröffnungsfilm »Give Me Future: Major Lazer in Cuba« am Mittwochabend darf sich das Publikum auch im weiteren Verlauf auf mehrere Deutschlandpremieren freuen. »Stronger Than Bullets« und »Tokyo Idols« warten dabei ebenso mit politisch und gesellschaftlich kontroversen Themen wie »Liberation Day« auf. Der Dokumentarfilm zeigt wie die slowenischen Avantgardisten Laibach trotz ihres bekanntermaßen provokanten Politikverständnisses als erste westliche Band überhaupt ein Konzert in Nordkorea spielten.
Hinzu kommen etliche weitere Streifen, die Künstler wie die das Post-Punk-Duo Sleaford Mods (»Bunch Of Kunst«) oder Rammstein (»Paris«) bei ihrem Tagwerk auf Tour begleiten. Im Fall von Nick Cave offenbart sich dann wiederum dokumentarischer Tiefgang: »One More Time With Feeling« rekonstruiert den Produktionsprozess des letzten Albums, das der Sänger seinem Sohn widmete, nachdem dieser im Zuge eines LSD-Trips einen Klippensprung aus knapp 20 Metern Höhe nicht überlebte. Besonders sehenswert sind darüber hinaus die Electronica-Dokus »Electro Ocean«, »Raw Chicks.Berlin« und »Revolution Of Sound«. Letztere skizziert die musikalischen Anfänge der ambienten Kraftwerk-Antagonisten Tangerine Dream nach. Im Funkhaus des WDR gibt's am Freitagabend zudem Live-Instrumentierung des ansässigen Orchesters, wenn es darum geht das stumme Revolutionsepos »Jeanne Ney - Eine Liebe« (1927) von Georg Wilhelm Pabst in Echtzeit zu vertonen.

Für Interessierte gibt es alle weiteren Informationen und das vollständige Programm hier. Tickets sind für 7€ (ermäßigt 5€) jeweils eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn an den entsprechenden Veranstaltungsorten zu bekommen.