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Schritt zurück nach vorn

Skyfall

Euphorische Kritiken und der beste britische Kinostart der Serie künden es an: Bond is back –– better than ever.
Geschrieben am
Die Zeichen und Zahlen stehen gut: Zum 23. Mal flimmern die Abenteuer des Geheimagenten ihrer Majestät über die Leinwand und auch Daniel Craig ist guter Dinge, ist es doch sein dritter Auftritt als James Bond. Vor allem hat es der Serie aber gut getan, dass man sich vier Jahre Zeit nahm, hinterließ doch zuletzt »Ein Quantum Trost« den schalen Nachgeschmack eines Schnellschusses. Er bleibt nicht mehr als eine Fußnote zu »Casino Royal«, dem 2006 ein grandioser Neustart der Serie gelang. Mit »Skyfall« versuchen die Produzenten um den Broccoli-Clan, der die Serie maßgeblich geprägt hat, nun ein neues Kapitel aufzuschlagen.

Dies verbindet Regisseur Sam Mendes (»American Beauty«) mit einem angenehmen Sinn für die Tradition der ältesten Filmreihe der Leinwandgeschichte. Im 50. Jahr besinnt man sich auf altbewährte Mittel. Als Gegenspieler fungiert ein charismatischer, vielschichtiger Bösewicht, kongenial verkörpert von Javier Bardem, der erneut Mut zur Frisur zeigt. Der gealterte Held gibt sich als müder Dinosaurier der Branche, dem ein junger Assistent – Ben Whishaw (»Das Parfum«) glänzt als geekiger Q – und eine starke Partnerin (Naomie Harris) zur Seite gestellt werden. Der Titelsong von Adele erinnert an die unvergesslichen Themes von Shirley Bassey. Mendes brachte Thomas Newman mit ins Boot, der David Arnold, verantwortlich für den Bond-Sound der vergangenen fünfzehn Jahre, ablöste. Schließlich wählte man als Schauplatz vornehmlich die Heimat des Doppelnullagenten, muss er sich diesmal doch mit einer Gefahr aus den eigenen Reihen auseinandersetzen.

Die Story der Bond-Autoren Neil Purvis und Robert Wade (»Casino Royal«) wirkt entschlackt und spielt sich nie in den Vordergrund. Mendes konzentriert sich darauf, Spannung zu erzeugen und Bilder zu liefern, die nachhaltig in Erinnerung bleiben. »Skyfall« ist exzellentes Schauspielerkino. Hart, schnörkellos und traditionsbewusst.
Weitere FIlmstarts der Woche: die preisgekrönte deutsche Produktion »Lore« und der Teenie-Film »Vielleicht lieber Morgen« mit Emma Watson.