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Wolf im Casual-Pelz

»Rocket League«

»Rocket League« ist der unwahrscheinlichste Videospiel-Hit dieses Sommers. Doch welcher Nerv muss eigentlich getroffen werden, damit ausgerechnet eine futuristische Variante von Stefan Raabs Autoball den großen Hype für sich beanspruchen darf?
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Hin und wieder braucht es einen zweiten Blick, um die Substanz hinter einer ausgewachsenen Hysterie zu erkennen. Das von dem unabhängigen Entwicklerstudio Psyonix entwickelte Sci-Fi-Sportspiel »Rocket League« ist wahrscheinlich so etwas wie ein Paradebeispiel für diese Art von Doppelbödigkeit, mutet es mit seinem anachronistischen Verständnis von Futurismus und seinem generischen Namen doch zunächst wie der Inbegriff des von vielen so verhassten Casual-Games an.

Wer sich aber einmal die Mühe macht, die simple Spielmechanik von »Rocket League« zu verinnerlichen, der kommt von diesem Sportspiel der etwas anderen Art kaum noch weg – und entdeckt schnell ungeahnte Tiefen in Sachen Taktik und Gameplay. Das Grundprinzip von »Rocket League« ist denkbar simpel: Mithilfe ferngesteuerter Vehikel gilt es, einen überdimensionalen Ball im gegnerischen Tor zu versenken. Dank der präzisen Physik, spektakulärer Flugmanöver und völlig chaotischer Online-Matches reicht dieses minimale Setting bereits aus, um immer wieder aufs Neue fluchend in das Spiel einzusteigen.
»Rocket League« für PC und PS4 (Psyonix)