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USA 2006

Poseidon

„Upside down you’re turning me“. Die Geschichte der „Poseidon“ ist schnell erzählt, handelt es sich doch erstens nur um ein Remake eines recht bekannten 70er-Jahre-Katastrophenfilms und zweitens um ein Kreuzfahrtschiff, das nach Riesenwellenkollision mit dem Rumpf zuoberst treibt und von einer Grupp
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„Upside down you’re turning me“. Die Geschichte der „Poseidon“ ist schnell erzählt, handelt es sich doch erstens nur um ein Remake eines recht bekannten 70er-Jahre-Katastrophenfilms und zweitens um ein Kreuzfahrtschiff, das nach Riesenwellenkollision mit dem Rumpf zuoberst treibt und von einer Gruppe Überlebender verlustreich auf dem Weg ins Freie durchschritten wird. Während sich bei „Titanic“ vor dem Eisberg stundenlang nicht weniger als diese großartige Liebesgeschichte entspinnt, bricht Petersens Welle nach wenigen Minuten durchs Gebälk. Das verschiebt den Fokus auf die Katastrophe – die angelegten Dramen in den Figuren sind ohnehin nur auf „Traumschiff“-Niveau konzipiert. Überhaupt gibt es keine ungeraden Typen mehr wie das jüdische Seniorenehepaar des Originals. Dafür soll man mitfiebern mit der sehr kreuzfahrtuntypischen Clique aus gutaussehenden Männer, jungen Frauen und einem Kind. Hässlich oder alt ist jedenfalls mal wieder keiner in diesem sich alsbald auf Filmlänge abmühenden Penner-Ensemble. Das kämpft sich schreiend durch Röhren, durch Kammern, durch überraschend viel Feuer und natürlich Wasser. Das Gefühl, sich in einem Videospiel zu befinden, verlässt einen bis zum Schluss nicht mehr. Fehlende Spannung wird durch ein konstant hochgehaltenes Stresslevel kompensiert. Stress, Stress und die auch nicht abendfüllende Frage, wer bis zum letzten Checkpoint überlebt.

Ach ja, das größte Highlight neben der kleinen Rolle von Fergie von den Black Eyed Peas: Kurt Russells Frisur scheint aus Fiberglas zu sein.