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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Comic, DIN A4, 64 S., EUR 8

Panem Et Circenses

Einer DIY-Comic-Anthologie die Themenvorgabe “Brot und Spiele” zu verpassen ist nicht wenig gewagt. Wenn man sich denn, wie so viele Comic-Connaisseure, vor Superhelden- und -heldinnen-Storys fürchtet. Laureline und Fab, das zweisprachige Duo aus Hamburg, das mit “Panem Et Circenses” schon die zweit
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Einer DIY-Comic-Anthologie die Themenvorgabe “Brot und Spiele” zu verpassen ist nicht wenig gewagt. Wenn man sich denn, wie so viele Comic-Connaisseure, vor Superhelden- und -heldinnen-Storys fürchtet. Laureline und Fab, das zweisprachige Duo aus Hamburg, das mit “Panem Et Circenses” schon die zweite Ausgabe seiner selbst verlegten Comicsammlung, wieder bilingual Deutsch und Französisch, herausgibt, hat da offensichtlich keine Berührungsängste. Diese Furchtlosigkeit fördert zum Teil genau die cartoonigen Geschichten mit absurden Charakteren und Story-Lines zutage, die man unter diesem Header erwartet hätte, andererseits aber auch anrührende Comics wie den von Claire Lenkova, der noch dazu wunderschön gezeichnet ist, oder auch eine wie immer quietschig überdrehte Story von Jule K, der trotz ihrer Fröhlichkeit auch stets Kritik inhärent ist. Die Zeichenskills schwanken sympathischerweise zwischen superprofessionell und schön krakelig, und bei den weitgehend unbekannten ZeichnerInnen aus Deutschland und Frankreich lässt sich durchaus die eine oder andere Entdeckung machen.