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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Am Main geht die Sonne auf

Nippon Connection

Mehr als ein Filmfestival: In Frankfurt geht es um alle Facetten der japanischen Kultur. Das Leben spielt nun mal inner- und außerhalb des Kinos.
Geschrieben am
Die Nippon Connection setzt in diesem Jahr den Schwerpunkt auf Animationsfilme. Das 16. Japanische Filmfestival erinnert außerdem zum fünften Jahrestag der Katastrophe an die Havarie des Atomreaktors in Fukushima. Im Programm laufen auch zwei Filme des Regisseurs Sion Sono. Der Workaholic hält sich an keine Genregrenzen und liebt es zu provozieren. In »A Whispering Star«, der ab 26.05. via Rapid Eye Movies bundesweit startet, entwirft er mit viel Fingerspitzengefühl eine Zukunft, in der es vielleicht nicht mehr viel Menschliches gibt, aber immerhin noch Trost. Der wird von der Künstlichen Intelligenz Andoide ID 722 Yoko Suzuki in Form von Retro-Päckchen in einem Retro-Raumschiff transportiert und an verlorene Seelen überbracht. Diese Menschlein warten ewig auf ihre Pakete (ein Schelm, wer dabei an die Deutsche Bahn und die Post denken muss). Neben der ausgiebigen Nippon-Animation-Reihe und dem wie immer formidablen Rahmenprogramm, das die Sonne am Main eine Woche lang früher aufgehen lässt, locken vier Filme von Horror-Maestro Kiyoshi Kurosawa. Mit »Journey To The Shore« hat Kurosawa bereits in Cannes einen Preis gewonnen, in Frankfurt blüht ihm der Nippon Honor Award.
– Nippon Connection (24.–29.05.16, Frankfurt; nipponconnection.com)