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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Hullabaloo

Muse

SUBJEKT: Kürzlich, 1997. Teignmouth, Devon, England. Matthew, Chris und Dominic spielen sich noch in dingey pubs und dirty basements den Arsch ab. Im nächsten Jahr „verpflichtete“ sie ein A&R und verhalf ihnen zu einer beachtlichen Erfolgsstory. Selbst Madonnas Maverick-Label lud sie zum
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SUBJEKT: Kürzlich, 1997. Teignmouth, Devon, England. Matthew, Chris und Dominic spielen sich noch in dingey pubs und dirty basements den Arsch ab. Im nächsten Jahr „verpflichtete“ sie ein A&R und verhalf ihnen zu einer beachtlichen Erfolgsstory. Selbst Madonnas Maverick-Label lud sie zum Showcase. Da haben sie wohl Radiohead gesehen. Gehört sowieso. Das Ergebnis sind Melodramen in modern getunetem Rock mit Brit-Appeal. Genau das Richtige für den Typ „Indie-Mädchen“. Und das können ja auch Jungs sein.
OBJEKT: Oktober 2001. Le Zenith, Paris, Frankreich. Die gefeierte Tour durch ausverkaufte europäische Hallen. Endlich Rock-Star. Tolle Atmosphäre. Eine völlig ergebene - verdammt noch mal - big crowd. This show fits, nicht nur die Singles werden so zu Hits. Und zwischen den oft epischen Songs gerade einmal Zeit für ein „Merci“. Könnte ja zu sehr ablenken, um womöglich dem Kameramann zwischendrin ins Foyer zum Frische-Luft-Schnappen zu folgen.
ORNAMENT: Die Specials beginnen bei der aufgezeichneten Show. Eine gelungene Liveproduktion erfreut mit Split- und Triple-Screen. „Extreme close-up interactive multi-camera angles“, sagt das Back-Cover. Stimmt. Für die zweite CD wurden 40 Minuten Schnipsel zu einem Roadmovie geschnitten, der den Touralltag dokumentiert. Dazu gibt’s off-stage footage, neue Songs, Fotogalerien und eine interaktive Diskografie.
WAS BLEIBT: Ein ordentliches 90minütiges Live-Set mit Cinescope-Qualitäten, gestylten Protagonisten und großen Gesten. Dazu gleich eine ganze Bonus-CD voller Extras und alles buchstäblich chic verpackt. Das verpflichtet die Fans geradezu zum Kauf. Umstritten bleibt bloß der schmachtend-schwülstige Gesang, der zuweilen an einen Thom Yorke im Stimmbruch erinnert.