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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Gedränge im Grab

»Lara Croft und der Tempel des Osiris«

Die »Tomb Raider«-Serie wird inzwischen zum maximal bombastischen Abenteuerurlaub aufgeblasen. Doch mit den »Lara Croft«-Downloadspielen hat sich eine kleine Nische daneben geöffnet. Hier fühlen sich Menschen zu Hause, die immer noch in Lederhotpants Gräber plündern wollen.
Geschrieben am
Entsprechend wird auch die Geschichte – irgendwas mit ägyptischen Göttern – quasi weggeräuspert, nebenbei durchgewunken. Wichtig ist Folgendes: Lara Croft und ihre drei Gefährten (ein verhasster Konkurrent, zwei antike Gottheiten) stecken im Tempel des Osiris fest. Hier wollen sie raus. Die Gottheiten würden gern auch noch den Weltuntergang verhindern. Am Ende tun sie alle dasselbe: Sie zerschießen herumstehende Vasen und Statuen, um die herauspurzelnden Diamanten einzusammeln. Sie ballern auf Mumien und Skarabäen. Sie lösen allerlei Schalter- und Hebelpuzzles. Und natürlich stürzen sie unzählige Male in den Tod, weil sie mal wieder beim Sprung aus der schrägen Draufsicht in die falsche Richtung gezielt haben.

Es ist schwer zu sagen, ob »Lara« das nicht irgendwie besser hätte hinbekommen müssen. Das letzte kleine Abenteuer mit schräger Draufsicht war dank der Wiederentdeckung des Sofa-Multiplayers eine Offenbarung. Heute machen alle so was. Und »Lara« hat nur ein paar neue Ideen. Statt zwei können jetzt vier Spieler antreten, aber das gibt vor allem Chaos. Chaos kann Spaß machen. Aber so werden Freundschaften auf Dauer ausgehöhlt, die man beim Zweispieler-»Lara« eigentlich erst geformt hatte.
»Lara Croft und der Tempel des Osiris« für PC, PS4, Xbox One (Square Enix)

Koch Media GmbH

Lara Croft und der Tempel des Osiris Gold Edition

Release: 09.12.2014