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Jetzt neu: "Samaria" und "Samurai Fiction"

Intro Edition Asien

Die Intro Edition Asien geht in die zweite Runde: Diesen Monat erscheinen "Samaria" von Kim Ki-duk und "Samurai Fiction" von Hiroyuki Nakano.
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Die Intro Edition Asien geht in die zweite Runde: Diesen Monat erscheinen "Samaria" von Kim Ki-duk und "Samurai Fiction" von Hiroyuki Nakano. Eine bitterernste Geschichte um Kinderprostitution in Korea – und die Popversion des klassischen Schwertkampffilms.

Die Intro Edition Asien mit den Glanzlichtern aus dem Programm des Kölner Labels Rapid Eye Movies befindet sich nach dem fulminanten Auftakt mit "I'm A Cyborg ..." und "Last Life In The Universe" auf dem besten Wege, das anvisierte Dutzend vollzumachen.

Auch in diesem Monat werden die Werke zweier Regisseure präsentiert, deren Lebensleistung sich gewaschen hat – und die zugleich unterschiedlicher kaum sein könnten. Es spricht sowohl für die Heterogenität der asiatischen Filmlandschaft, die aus eurozentristischer Sicht nicht selten eindimensional wahrgenommen wird, als auch für die Vielfalt der Edition. Deren Anspruch ist es, zwölf Werke verschiedener herausragender Regisseure zu versammeln.

Der Südkoreaner Kim Ki-duk machte im Jahr 2000 mit der stellenweise grausam anmutenden Parabel "The Isle" auf sich aufmerksam. Im Booklet zur "Samaria"-DVD heißt es: "Die Geschichte von Isolation und Gleichgültigkeit, Liebe und Gewalt beinhaltet das komplette Spektrum an für sein Werk typischen Widerhaken, die gnadenlos ins Fleisch aller Moralisten schneiden ..." Selbiges gilt also auch für "Samaria", eine Geschichte um Kinderprostitution, die spirituelle Gedanken und harte Gesellschaftskritik miteinander vereint. Kim Ki-duks Ensemble, in diesem Fall den minderjährigen Hauptdarstellerinnen, ergeht es ähnlich wie dem Publikum: "Es war hart für sie, denn mit der Praxis von Teenagerinnen, die sich für ältere Männer prostituieren, waren sie nie persönlich in Kontakt gekommen. Die Hauptdarsteller in meinen Filmen waren am Ende immer schockiert. Es schmerzt mich, dass sie mit diesem Schock am Ende leben müssen. Aber so ist das Leben." Achtung, der Mann hat es faustdick hinter den Ohren!



Vor allem Stilwillen, Witz und ein phänomenales Gespür für Kampfchoreografie und Erzähltempo beweist sein japanischer Kollege Hiroyuki Nakano mit "Samurai Fiction" a.k.a. "SF – Episode 1" (1998), einer in Schwarz-Weiß gedrehten Pop-Variante des traditionellen Schwertkampffilms à la Akira Kurosawa. Neben der außergwöhnlichen Regie-Arbeit überzeugt in "Samurai Fiction" hauptsächlich der japanische Superstar Tomoyasu Hotei in der Rolle des abtrünnigen Samurai Kazamatsuri. Im Booklet heißt es treffend: "Der Musiker, aus dessen Feder der Soundtrack stammt, stellt einen beeindruckenden Resonanzkörper für das Rock’n’Roll-Feeling von ‘Samurai Fiction’ dar. Seine Coolness als einsamer Wolf ist schwer zu überbieten."



Mehr zur Intro Edition Asien unter www.intro.de/editionasien.