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Intro hasst. Diesmal: Was kannst Du außer "Clerks", Kevin Smith?

Kratzen und Beißen

"Clerks"-Regisseur Kevin Smith gilt trotz seiner zahlreichen Flops immer noch als Meister des Nerd-Humors. Zeit, ihm mal einen Zacken aus der Krone zu brechen.
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"Clerks"-Regisseur Kevin Smith gilt trotz seiner zahlreichen Flops immer noch als Meister des Nerd-Humors. Zeit, ihm mal einen Zacken aus der Krone zu brechen.

Den lustigsten Moment, den der auf wundersame Weise immer noch als lustig geltende Regisseur Kevin Smith seit seinem Indie-Überraschungserfolg "Clerks" (1995) zu bieten hatte, stammt kurioserweise nicht aus einem seiner Nachfolgewerke, sondern aus einem YouTube-Video mit ihm als Hauptdarsteller.

In diesem erzählt er bei einer Podiumsdiskussion vor einem Haufen überwiegend männlicher Nerds, wie er einmal einen Anruf von Prince bekam. Während dieses gut 30-minütigen Monologs habe ich mehr als einmal schallend gelacht, bei fast allen seinen Filmen nach "Clerks" (zumindest bei denen, bei denen ich nicht vorzeitig die Stopp-Taste drückte) war das auch in zähen 90 Minuten nur äußerst selten der Fall.



Konnte man "Mallrats" oder dem erstmals einer breiteren Masse zugängigen "Chasing Amy" noch zumindest den ein oder anderen guten Dialog zuschreiben, musste man spätestens beim nur vermeintlich kontroversen "Dogma" (mit Alanis Morissette als, haha, Gott!) einsehen: Kevin Smith kann nur einen Film und eine Story, nämlich "Clerks". Alles was danach folgte waren dümmliche Pennäler-Drehbücher und die immer gleichen Nummer-Sicher-Fressen (im schlimmsten Fall bekamen vormals beliebte Sidekicks wie Jay und Silent Bob auch gleich ihren eigenen abendfüllenden Film ab), in denen sich Kevin Smith selbst in der Rolle des Silent Bob gefiel, auch wenn er nur genau zwei Gesichtsausdrücke drauf hatte: Überrascht und gelangweilt. Beide waren stets identisch, selbst "Kommissar Rex" hat da mehr drauf.

Mit "Zack And Miri Make A Porno" kann Kevin Smith im prüden Amerika zumindest mit dem Titel (Porno!) vermutlich noch punkten, im neuesten Streich "Cop Out" vermasselt er es trotz der Idealbesetzung Bruce Willis / Tracy Morgan ebenfalls fast schon mit Ansage. So steht zu befürchten, dass es irgendwann ein dritter "Clerks"-Teil ins Vox-Nachmittagsprogramm schafft. Auf irgendeiner Studentenparty liegt bestimmt auch schon ein fertiges Drehbuch.

Wohin mit dem Hass? Hierhin!
Unter
www.intro.de/spezial/kratzenundbeissen wird monatlich gedisst, was das Zeug hält.