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GB 1998

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R: Christopher Nolan, D: Jeremy Theobald, Alex Haw, Lucy Russell; 17.02. Als Christopher Nolan 2001 ›Memento‹ ins Kino brachte, überschlug sich die Kritik vor Begeisterung über die rückwärts erzählte Geschichte eines Mannes ohne Kurzzeitgedächtnis. Bereits drei Jahre zuvor hatte Nolan einen minde
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R: Christopher Nolan, D: Jeremy Theobald, Alex Haw, Lucy Russell; 17.02.

Als Christopher Nolan 2001 ›Memento‹ ins Kino brachte, überschlug sich die Kritik vor Begeisterung über die rückwärts erzählte Geschichte eines Mannes ohne Kurzzeitgedächtnis. Bereits drei Jahre zuvor hatte Nolan einen mindestens ebenso raffinierten Schwarz-Weiß-Film-Noir realisiert, dessen Erfolg auf diversen Festivals den berühmten Nachfolger überhaupt erst möglich machte: Der arbeitslose Außenseiter Bill bezeichnet sich selbst als Schriftsteller. Ob er je einen brauchbaren Satz zu Papier gebracht hat, darf man bezweifeln. Stattdessen treibt er sich in den Straßen Londons herum und folgt wildfremden Menschen, um Charakterstudien für seinen Roman zu betreiben. So zumindest rechtfertigt er seine immer obsessiver werdende voyeuristische Schrulle vor sich selbst. Bei seinen Verfolgungseskapaden hat er sich selbst ein paar goldene Regeln auferlegt, »never follow the same person twice« ist eine davon. Doch Regeln sind zum Brechen da, und so heftet er sich zum wiederholten Mal an die Fersen eines eleganten Mannes, der ihn magnetisch anzieht. Der Fremde kommt ihm auf die Schliche und stellt ihn zur Rede. Und siehe da: Cobb, das vermeintliche Opfer, hat ein ganz ähnliches Hobby, nur geht er noch einen Schritt weiter: Er steigt in anderer Leute Wohnungen ein und durchstöbert sie. Der dandyhafte Anführer und sein Adjutant ziehen fortan zusammen los.

Bill ist Cobb hörig, schon bald gleicht er sein Äußeres seinem neuen Lehrmeister an, der ein mieses Spiel mit seinem Schüler treibt. Als der sich dann auch noch in eine geheimnisvolle Blondine (Lucy Russell) verliebt, in deren Unterwäsche die beiden zuvor genüsslich gewühlt haben, geraten die Ereignisse vollends außer Kontrolle.