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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Sekoilun Ytimessä 1993-2003

Eläkeläiset

DVD / Tug / Indigo Unter uns: 1996 dachte man noch, diese Band sei ein grotesker Gag für eine betrunkene Nacht. In dem Jahr nämlich brachte das süddeutsche Label Tug die erste Platte der Finnen mit dem Zungenbrechernamen in hiesigen Breiten heraus. Wobei das Wort Breiten schon einiges vorwegnimmt.
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DVD / Tug / Indigo
Unter uns: 1996 dachte man noch, diese Band sei ein grotesker Gag für eine betrunkene Nacht. In dem Jahr nämlich brachte das süddeutsche Label Tug die erste Platte der Finnen mit dem Zungenbrechernamen in hiesigen Breiten heraus. Wobei das Wort Breiten schon einiges vorwegnimmt. Denn Alkohol spielt bei dem übergeschnappten finnischen Pogo-Tango eine Sinn stiftende Rolle. Aber mal der Reihe nach: Schließlich wendet sich dieses Zehn-Jahres-Resümee ja nicht nur an die Cracks, sondern ist auch eine schöne Sache für nachgewachsene Trunkenbolde mit Sinn für derben Spaß und atemberaubend andere Musik. Eläkeläiset heißt, sofern ich das recht erinnere, »die Rentner«. Der Stil, den die (gewichtsmäßig) skandinavische Version des Boo Yaa Tribes bekleidet, nennt sich »Humppa«. Hat einen komischen Rhythmus und ist irgendwie Folklore, aber fernab von jeder uns hier bekannten Volksmusik. Die ganze Geschichte der Band findet sich hier nun in Form von unfassbaren Live-Mitschnitten, Karaoke-Einlagen, Videos und weiterem Footage. Wer das Klischee des irren trinkfesten Finnen für überzogen hält, wird hier eines, na ja, Besseren belehrt. Die Plattenfirma wirbt sogar nicht untreffend mit dem Slogan »So schön kann Demenz sein«. Wenn Harald Juhnke das wüsste ...