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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Ein Film von Maren Ade

Alle anderen

Die Mittdreißiger Gitti (Birgit Minichmair) und Chris (Lars Eidinger) verleben ihren Pärchenurlaub auf Sardinien im Haus von Chris' Eltern. Das Wetter ist gut, der Pool groß, der Wein temperiert - alles gut so weit. Die beiden plänkeln verliebt herum, genießen ihre Zweisamkeit.
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Die Mittdreißiger Gitti (Birgit Minichmair) und Chris (Lars Eidinger) verleben ihren Pärchenurlaub auf Sardinien im Haus von Chris' Eltern. Das Wetter ist gut, der Pool groß, der Wein temperiert - alles gut so weit. Die beiden plänkeln verliebt herum, genießen ihre Zweisamkeit.

Doch nach ein paar Tagen treten die ersten Probleme auf: Der weiche und sich vor Problemen davonstehlende Chris, ein talentierter, aber erfolgloser Nachwuchs-Architekt, sehnt sich nach Bestätigung. Seine burschikose Freundin Gitti kann das nicht leisten; Chris fühlt sich überfordert und zieht sich zurück.

Je mehr er das tut, desto mehr hängt sich Gitti an ihn ran. Sie hat Angst, ihn zu verlieren, und möchte sich verändern, um Chris noch mehr zu gefallen, möchte weiblicher und anschmiegsamer werden und ihn so an sich binden. Die Kämpfe zwischen beiden werden immer heftiger. Das Fass läuft über, als Hans (Hans-Jochen Wagner), ein erfolgreicher Kollege von Chris, auftaucht, sich großkotzig aufführt und mit seiner hübschen schwangeren Freundin das Klischee von heiler Welt zu erfüllen scheint ... Der bei den diesjährigen Berliner Festspielen mit dem Silbernen Bären in den Kategorien "Großer Preis der Jury" und "Beste Darstellerin" für Minichmair dekorierte Film heimste auch beim Frauenfilmfestival Dortmund/Köln den Internationalen Spielfilmpreis ein. Regisseurin Maren Ade inszeniert so geschickt, dass man als Zuschauer quasi mit dem Pärchen auf dem Sofa lümmelt oder im Pool plätschert - also mittendrin steckt. Die Hauptdarsteller bezaubern durch feinnerviges Spiel und Gänsehaut erzeugende Intensität. Apropos: Selten hat jemand so gut ausgeschaut wie Birgit Minichmair in pinken Boxershorts, mit üppigem Armschmuck, den man den ganzen Film hindurch klirren hört.



Alle anderen (D 2008; R: Maren Ade; D: Birgit Minichmair, Lars Eidinger; 18.06.)