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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Schnodderdeutsch synchronisiert

DVD/BD: »A Hard Day’s Night«

John, Paul, George und Ringo mussten sich wie kaum jemand vor ihnen mit dem eigenen medialen Image und dessen Wirkung auseinandersetzen. Zum Beispiel im Kino.
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Der Platz der Beatles im Olymp der Popkultur ist unantastbar. Doch wer hat noch auf dem Schirm, dass sie zusammen mit Regisseur Richard Lester auch für die wohl erste Mockumentary der Filmgeschichte verantwortlich zeichnen? Ein Genre, das man eher mit »Spinal Tap« oder Ricky Gervais verbindet. 1964, auf dem Höhepunkt der Beatlemania, entstand »A Hard Day’s Night« – in Deutschland übrigens »Yeah Yeah Yeah« betitelt und von Rainer Brandt schnodderdeutsch synchronisiert –, der vorgibt, einen gewöhnlichen Tag im Leben der Fab Four zu dokumentieren: Sie flüchten vor kreischenden Mädchen, entwinden sich den Wünschen ihres Managers, singen einige Hits und haben obendrein Pauls querulantischen Großvater an der pilzhaarumspielten Backe.

 

Stark ironisiert werden zudem die den Beatles bisweilen lebenslang anhaftenden Rollen in und außerhalb des Bandgefüges sowie ihre damit korrespondierenden Charakterzüge. Einerseits Meilenstein des Musikfilms, andererseits parodistisches Dokument der Swinging Sixties. Jetzt in einer hervorragenden Blu-ray-Edition erhältlich.

 

»A Hard Day’s Night« (GB 1964; R: Richard Lester; D: John Lennon, Paul McCartney, George Harrison, Ringo Starr; Koch Media)