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Familienausflug zu den Wikingern

»Drachenkrieger«

Filme wie »Troll Hunter« oder »Dead Snow« haben dem fantastischen Kino Norwegens in den vergangenen Jahren einen guten Ruf eingebracht. Auch in »Drachenkrieger« walten übernatürliche Kräfte und uralte Wikinger-Mythen.
Geschrieben am
Filmemacher Mikkel Braenne Sandemose trat bisher nur als Drehbuchautor und Regisseur des durchschnittlichen Psychopaten-Horrors »Cold Prey 3 – The Beginning« in Erscheinung. Mit »Drachenkrieger« zielt er nun auf ein breiteres Publikum. Der Film ist familienfreundliches Abenteuer-Kino in der Tradition der »Indiana Jones« –Reihe.

Sigurd Svendsen ist Archäologe und seit dem Tod seiner Frau alleinerziehender Vater. Besessen von der Erforschung der Geschichte der Wikinger, begibt er sich mit seinen Kindern und zwei Kollegen auf eine Schatzsuche im Nordosten Norwegens. Im menschenleeren Grenzgebiet zu Russland seilt sich die bunt gemischte Abenteurergruppe in dunkle Höhlen ab oder erforscht verlassenes Militärgerät. Einem tausend Jahre alten Wikinger-Mythos auf der Spur.

Trägt das gemächliche Erzähltempo eingangs gut zum Stimmungsaufbau bei, so sorgt es im Verlauf der knapp 90 Minuten für einige unnötige Längen. Insgesamt etwas zu sehr Familienfilm, leidet »Drachenkrieger« daher vor allem gegen Ende an dezenter Spannungsarmut. Glanzpunkte setzen dagegen die Bilder. In klaren, farbenprächtigen Panoramaaufnahmen fängt Regisseur Sandemose die grünen Berge und tiefblauen Seen der Finnmark ein. Und so ist der heimliche Star des Films nicht die leider wenig bedrohliche Midgard-Schlange, sondern die norwegische Landschaft.