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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Bowie auf Erden

»Der Mann, der vom Himmel fiel«

David Bowie umgab Zeit seines Lebens die Aura des Außerirdischen. In Nicolas Roegs Science-Fiction-Drama »Der Mann, der vom Himmel fiel« spielt er sich selbst als Alien. Die Frisur bewies genügend Halt für zwei klassische Albumcover, der Film hielt sich als Kultobjekt – und wurde nun restauriert.
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Regisseur Nicolas Roeg wird bis heute für Filme wie »Performance« (1970), »Walkabout« (1971) und »Wenn die Gondeln Trauer tragen« (1973) gefeiert. Doch die kulturelle Bedeutung von »Der Mann, der vom Himmel fiel« verknüpft man in erster Linie mit Hauptdarsteller David Bowie. Die jetzige Wiederveröffentlichung hat allerdings nichts mit Bowies Tod am 10. Januar dieses Jahres zu tun. Die Pläne wurden im Hinblick auf das 40-jährige Jubiläum des Films geschmiedet – nun ist vorgesehene 4K-restaurierte Fassung auf Blu-ray, DVD und digital erhältlich. Sie wird außerdem in ausgewählten Kinos gezeigt.  »Der Mann, der vom Himmel fiel« ist ein Science-Fiction-Drama mit angeschlossener Love-Story. Es basiert auf Walter Trevis’ gleichnamigem Roman von 1963. David Bowie in seiner ersten Hauptrolle spielt einen humanoiden Außerirdischen. Als Thomas Jerome Newton landet er auf der Erde, um Wasser für seinen darbenden Heimatplaneten zu gewinnen.

Mit den Jahren hat der Film einen Status angenommen, der über das Science-Fiction-Publikum und Bowies Fangemeinde hinausgeht. Als Grund kann man die surreale Bildsprache und die unterkühlte Atmosphäre anführen. Ein bisschen Gossip muss aber sein: Bowies geistige Verfassung während des Drehs ist nämlich Gegenstand legendärer Spekulationen. 1975 war er auf der Höhe seiner Kokainabhängigkeit angelangt. In einem Interview gab er acht Jahre später zu Protokoll, dass er sich nur an sehr wenig erinnern könne. Die schauspielerische Leistung in der Rolle des Alien bezeichnete er als naturalistische Darstellung eines seelischen und körperlichen Verfalls. Weitere acht Jahre später relativierte Bowie dieses Urteil: Roeg und er hätten eine fruchtbare Arbeitsbeziehung gehabt, bei der er genau so hart und so lange gearbeitet habe wie alle anderen am Set. Ursprünglich sollte Bowie auch den Soundtrack zum Film liefern, anderweitige vertragliche Verpflichtungen vereitelten dies. »Der Mann, der vom Himmel fiel« manifestierte sich trotzdem in Bowies Musik. Die Cover seiner Alben »Station To Station« und »Low« werden jeweils von Fotomotiven aus dem Film geschmückt. Und die Dampflokomotive aus der Eröffnungsszene rauscht seitdem durch das Titelstück von »Station To Station«.

Während der Film an den Kinokassen eher hinter den Erwartungen zurückblieb, erfreut er sich heute in Heimkinozirkeln großer Popularität. David Bowie selbst wurde dafür auf der 26. Berlinale mit dem Saturn Award für den besten Darsteller geehrt. Ein Erfolg, den er in seiner durchwachsenen Schauspielerkarriere nie mehr wiederholen konnte.

Wir verlosen fünf mal die Limited Edition von »Der Mann, der vom Himmel fiel« auf Blu-ray inklusive Soundtrack.

Teilnahme ab 18 Jahre. Einsendeschluss ist der 27.11.2016. Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Nicolas Roeg

Der Mann, der vom Himmel fiel (+ CD-Soundtrack) [Blu-ray] [Limited Edition]

Release: 20.10.2016

Nicolas Roeg

Der Mann, der vom Himmel fiel (2 Discs, Digital Remastered)

Release: 20.10.2016

Nicolas Roeg

Der Mann, der vom Himmel fiel [Blu-ray]

Release: 20.10.2016

Intro empfiehlt: »Der Mann, der vom Himmel fiel« (R: Nicolas Roeg; D: David Bowie, Rip Torn, Candy Clark; 4K Remaster, Mediabook inklusive Soundtrack, VÖ: 20.10.16, Studiocanal) Soundtrack erscheint im November auch als Vinyl und große Box, gefolgt von diversen Bowie Re-Issues.