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Kolumne

Der Finger am Abzug

Über den selten dämlichen Titel des neuen Bond-Films und somit natürlich auch -Spiels wurde schon hinlänglich gekichert an Deutschlands Bushaltestellen und Theken.
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Über den selten dämlichen Titel des neuen Bond-Films und somit natürlich auch -Spiels wurde schon hinlänglich gekichert an Deutschlands Bushaltestellen und Theken.

Und inhaltlich darf man ja, was den Film anbelangt, auch geteilter Meinung sein. Ähnliches gilt für das Spiel "Ein Quantum Trost" (Activision) für PS3, PS2, PC, Xbox 360, Wii und DS, mit dem Activision wie Moses das Meer aus Blut und Spielern teilt: Hier die jubelnden Mengen, die feiern, dass aus der Serie nun endgültig ein echter Egoshooter mit ein bisschen Bond-Zuckerguss geworden ist - "Call Of Duty"-Spiele-Engine sei Dank; dort jene, die sich erhofft hatten, dass die gebrochene, leidende Art eines Daniel Craig und der von ihm verkörperten Figur auch Einzug ins Gameplay halten und so für etwas mehr Entwickler-Mut sorgen könnte. Stattdessen herrscht Dauerkrieg mit ein paar Ladepausen und kryptischen Ortswechsel-Einspielern. Viel, viel tolle Action bei ganz, ganz wenig Intelligenz und Abwechslungsreichtum. Eine weitere verpasste Chance.

Viel Action erlebt auch der Protagonist Raymond Bryce im Wii-Titel "Disaster - Day Of Crisis" (Nintendo). Das ist insofern bereits bemerkenswert, da sich die Publisher 2008 nicht durch viele epischer angelegte Spiele für die Wii hervorgetan haben. Hiermit dürften so etliche Spieler versöhnt werden. Denn - wie der Titel bereits mit dem Holzhammer andeutet - es gibt ein paar Probleme: Vulkanausbruch, Entführung, Söldnertruppe, Flutwelle, so was. Kurz: Eine hübsch mit Terror verzierte Apokalypse steht vor der Tür. Um jene zu verhindern, muss kräftig geschüttelt und gedrückt werden, eine ganze Befehlsarmada lernt der Spieler zu Beginn mit Fernbedienung und Nunchuk zu koordinieren. Sobald man drin ist, läuft's aber. Und das sogar bei ziemlich guter Grafik.

Mord und Totschlag gibt es auch im DS-Spiel "Unsolved Crimes - Tatort New York" (Eidos). Hier durchsucht die zu spielende Figur allerdings mit Denkerpose und Lupe Tatorte, anstatt wild um sich zu schießen. Als Rookie im Morddezernat erlernt man zunächst in einem Tutorial die Spurensuche und das Indiziensammeln, bevor acht Mordfälle gelöst werden sollen. Aus der Egosicht heraus klickt man sich dabei per Stylus durch dreidimensionale Räume und Straßen. Ansonsten alles wie beim japanischen Vorbild "Ace Attorney". Nett.