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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

"Rubber": Hommage to No-Reason

Das ist das Fantasy Filmfest 2010

Unsere Autorin Meike Wolf berichtet für Intro regelmäßig vom Fantasy Filmfest aus Köln.
Geschrieben am

R: Quentin Dupieux; D: Stephen Spinella, Roxane Mesquida, Jack Plotnick

Warum ist E.T. braun? wird programmatisch zu Beginn des Films gefragt. Keine Ahnung, einfach so. Und damit ist auch der sinnfreie Rahmen für Rubber abgesteckt: Ein Autoreifen mit telekinetischen Kräften verliebt sich (klar, in eine junge schöne Frau), rollt ihr hinterher und sprengt nebenbei so allerhand in die Luft, von der Bierflasche über eine Krähe bis zum Reinigungspersonal eines Motels. Doch sein Handeln bleibt nicht unbeobachtet: eine Gruppe interessierter Zuschauer und ein paar ahnungslose Polizisten verfolgen das blutige Treiben.
Was lässt sich sagen über einen Film, der von einem Killer-Autoreifen handelt? Dass Mr. Oizo Regie führt, dass die Idee total bescheuert ist, dass das Kino bis auf den letzten Platz ausverkauft war, dass es wirklich nur um einen Autoreifen geht. Die ersten 30 Minuten waren schwer auszuhalten (ja, es geht wirklich nur um einen Autoreifen), gegen Ende gewinnt der Film noch mal Handlung und Dichte. Als Kurzfilm hätte sich das Ganze wohl besser gemacht. Trotzdem, eine irgendwie passende Closning-Night.

Was bleibt: Der No-Reason-Monolog zu Beginn.
Was gefällt: Die Idee, über eine Rahmenhandlung eine Art Reflexionsebene zu schaffen.
Was ärgert: Dass selbst ein so begabter Autoreifen keine besseren Visionen hat, als Tiere hinzurichten und junge Frauen zu stalken.