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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Auf einer Welle der Skepsis

Banksy - Exit Through The Gift Shop

Im Januar dieses Jahres wurde die britisch-amerikanische Koproduktion mit dem Arbeitstitel "How To Sell Shit To Cunts" für einen Oscar nominiert.
Geschrieben am

Völlig zu Recht, denn der Banksy-Film, der unter dem vergleichbar harmlosen und Academy-Award-gerechten Titel »Exit Through The Giftshop« in die Kinos gebracht wurde, hat für die Welt des Dokumentarfilms mehr geleistet als das Lebenswerk eines begabten Manipulators wie Michael Moore, der bekanntlich jederzeit gewillt war und ist, sich alle Freiheiten zu nehmen, die seinem Zweck dienen könnten.

Während Fiktion und Lüge bei Moore zum Backlash führen mussten (wie die beiden ehemaligen Moore-Fans Debbie Melnyk und Rick Caine 2007 mit »Manufacturing Dissent: Uncovering Michael Moore« öffentlichkeitswirksam bewiesen), wurde »Exit Through The Giftshop« auf einer Welle der Skepsis zum Erfolg getragen.

Perception and reality is the name of the game. Was ist wahr, und was ist fake? Was wurde uns tatsächlich gezeigt, und was wollten wir nur so sehen? Meine Realität ist nicht deine Realität. Darum haben wir am Ende alle einen anderen Film gesehen. In meiner kleinen Welt wurde neben »The Art Of Failure: Chuck Connelly Not For Sale« bisher kein besserer Film über das Verhältnis zwischen Kunst und Künstler gemacht.



»Banksy - Exit Through The Gift Shop« (GB 2010; R: Banksy; Al!ve)