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Körnig-schmalzig

»After Earth«

Vater und Sohn im Überlebenskampf: Familie Smith im neuen Film von M. Night Shyamalan.
Geschrieben am

Was kann man noch schreiben über einen Film, der bereits von der US-Presse verrissen wurde, einen mittelprächtigen Kinostart hingelegt hat, von einem der schlechtesten Regisseure im Hollywood-Zirkus kommt, bei dem Will Smith seinen Sohn Jaden in den Mittelpunkt der Story platzierte und das Ganze gemeinsam mit seiner Frau Jada Pinkett Smith produzierte?

Wohl nur, dass er nicht so schlecht ist wie befürchtet. Sicher, es gibt einige Szenen, bei denen die Hand automatisch in Richtung Stirn wandert - und überhaupt wird der englische Begriff »corny« im Sinne von kitschig und abgeschmackt überbeansprucht. Aber visuell ist »After Earth« äußerst reizvoll. Die Spezialeffekte beeindrucken und verzichten auf überflüssiges 3D. Die Landschaftsaufnahmen sind von Leinwand füllender Pracht. Vor allem weiß die Zukunftsvision des indischen Regisseurs aber mit seinem organischen Design zu faszinieren. Das Innere des Raumschiffs ähnelt einem Bienenstock, alles ist betont weich und flexibel, und der Raumanzug schmiegt sich wie eine Reptilienhaut an den Körper des Teenagers. Der ist schauspielerisch überfordert, während Papa die Traumata der Vergangenheit verarbeitet und im Raumschiffwrack vor sich hin siecht. Der Rest ist bekannt. Natürlich muss der Spross über sich hinaus wachsen, die Angst besiegen und ihr Leben retten. Sieht aber alles wirklich schick aus.