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Wolfgang Burat

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www.raumfuerprojektion.de »Eine Reise durch die Welt der Musiker der 80er: Bands, Musiker, Rapper, Toaster, Jazzer und DJs, subversive Poser, ewige Spinner, Pop-Konzeptkünstler, absolute Beginner und echte Stars«, so beginnt Intro-Autor Olaf Karnik sein Vorwort zur Foto-DVD von Wolfgang Burat.
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»Eine Reise durch die Welt der Musiker der 80er: Bands, Musiker, Rapper, Toaster, Jazzer und DJs, subversive Poser, ewige Spinner, Pop-Konzeptkünstler, absolute Beginner und echte Stars«, so beginnt Intro-Autor Olaf Karnik sein Vorwort zur Foto-DVD von Wolfgang Burat. Die Liste der von Burat, Mitbegründer der Spex, fotografierten Künstler ist ewig und reicht von Black Flag, Chaka Khan, Dexy’s Midnight Runners, Curtis Mayfield bis hin zu Womack & Womack. 409 Bilder, größtenteils in Schwarz-Weiß, finden sich auf der DVD und laden nicht nur zum nostalgischen Grooven durch erlebte und berichtete Erinnerungen, sondern auch zur ästhetischen Auseinandersetzung, verbindet sie doch mehr als nur ihr Schöpfer. Den Bildern haftet etwas Gestelltes an, ohne dass sie dabei gespielt wirken. Ein seltenes Talent, die Künstler spontan ohne großen Masterplan abzulichten (was natürlich nicht heißen soll, dass er sich nichts dabei gedacht habe, sondern meint, dass hier nicht mit einem festgefahrenen Konzept zum Shooting angerückt wurde), sie zu lenken und ihnen dabei trotzdem eine Natürlichkeit zu lassen. Das muss man erst mal schaffen in einem Sujet, dessen Begrenztheit (es würde mich nicht wundern, wenn die meisten Bilder in zehn Minuten entstehen mussten) des Systems wegen vorgegeben ist. Dadurch, dass viele der Bilder ohne Farben auskommen, wirken jene wenigen, bei denen Burat auf Farbe setzt, natürlich extrem hervorgestellt. So auch mein Lieblingsbild, das zudem witzigerweise konträr zur oben getätigten Herausarbeitung sehr gestellt wirkt: Burat lichtete Fall-Frontmann Mark E. Smith mit nacktem Oberkörper und abwesendem Blick ab und gab dem Foto etwas leicht Weichgezeichnetes, kreierte einen romantisch-kitschigen Moment, den man so im originären britischen Alltagskosmos Smiths nicht erwartet.